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Stormarner Tageblatt

26. April 2017 | 13:39 Uhr

Sogar Verkehrsschilder wurden geputzt

vom

Gelungene 72-Stunden-Aktion der Landjugend: In Sommerland wurden Wartehäuschen renoviert und in Landscheide ein Spielplatz eingerichtet

Sommerland/Landscheide | "Ich bin sehr beeindruckt!" Bürgermeisterin Helga Ellerbrock hatte nicht mit so großem Engagement des Landjugendvereins der Krempermarsch gerechnet. Die Landjungendvereine im ganzen Land waren wieder zur 72-Stundenaktion aufgerufen. Erst am Abend vor dem Beginn hatten die Gruppen erfahren, welche gemeinnützige Tätigkeit auf sie zukommt. Für die Krempermarschler hieß es, die elf Wartehäuschen an den Bushaltestellen in der Gemeinde Sommerland zu renovieren und zu verschönern. Die Gemeindeverwaltung hatte Farbe und Material zur Verfügung gestellt und die LaJu-Vorsitzenden Lea Sambale und Johannes Hellmann konnten mit ihrem Team von bis zu zwanzig Leuten loslegen. "Wir sind erst alle Haltestellen abgefahren, haben Fotos gemacht und dann gemeinsam beraten, was zu tun ist", erzählt Lea Sambale. Dann wurden Dachbretter ausgetauscht oder Böden erneuert und gemalt.

Die Aktion findet alle vier Jahre statt und der Krempermarsch Verein ist immer dabei. Gearbeitet wurde von acht Uhr morgens bis zirka 21 Uhr. Große Unterstützung fanden die jungen Leute in der Bevölkerung und den ansässigen Geschäften, die unter anderem Verpflegung stifteten. "Wir haben schon während der Arbeit viel positives Feedback erhalten", freuten sich die Arbeiter. "Ich bin voll begeistert, mit wie viel Ideen und Sorgfalt gearbeitet wurde", sagte Helga Ellerbrock nach der Aktion. Gemeinsam mit der Landjugend fuhr sie die Bushäuschen in ihrer 1875 Hektar umfassenden Gemeinde ab. "Wir haben jetzt sehr schöne Häuser, alle mit Plänen der Gemeinde ausgestattet", zeigte sich die Dorfchefin beeindruckt. "Die haben sogar die Verkehrsschilder geputzt." In Grönland wurde das Wartehaus mit Motiven und der Fahne von Schleswig-Holstein verschönt. In Dückermühle weist das Landjugend-Logo auf die Aktion hin, es gibt skandinavische Häuser und eins mit Kuhflecken. Die Mädels setzten mit Altrosa und Blumen ein Zeichen, doch das Highlight ist die Unterwasserwelt am Wendeplatz. Enttäuscht sind die ehrenamtlichen Verschönerer, dass ein Wartehaus, das von Randalierern beschmiert worden war, nach der Renovierung gleich wieder von Jugendlichen beschmutzt wurde. Allerdings wurden diese dabei beobachtet.

In der Wilstermarsch war die Arbeit der dortigen Landjugend schon nach 70 Stunden geschafft. Neben dem Feuerwehr- und Sportlerheim legten die Teilnehmer einen neuen Spielplatz an und rüsteten ihn mit Kletterrutsche, Drehscheibe, einer Doppelschaukel und zwei Federwipptieren aus. Umfangreicher Bodenaushub, Sand einbringen, Mutterboden auftragen und Rasen einsäen waren Aufgaben, die mit Bravour gemeistert wurden. "Das Schwierigste war es, den 45 Meter langen und fünf Meter hohen Ballfangzaun aufzustellen und senkrecht auszurichten", räumte die Landjugend-Vorsitzende Nele Lucht ein. Der Zaun grenzt den Sport- vom Spielplatz ab. Außerdem wurde der alte Spielplatz nahe des Bahnübergangs demontiert, eingeebnet und ebenfalls mit Rasensaat neu eingesät.

Die Gemeinde stellte einen Bagger zur Verfügung, für die Erdbewegung brachten die rund 30 Jugendlichen nicht nur Schaufel, Spaten, Harken und Schubkarren, sondern auch vier Trecker mit Frontlader auf die Baustelle. "Es hat alles gut geklappt", zeigte sich Nele Lucht zufrieden. Ebenso stolz äußerte sich Annika Hell aus Beidenfleth, die die kreisweiten Aktionen als Bindeglied zwischen der Basis und dem Landesverband koordinierte.

Den größten Termindruck gab es am Freitag, weil schon am Nachmittag der Holcim-Lkw mit dem Frischbeton für die Fundamente der Spielgeräte anrückte. Begeistert von der "kolossal guten Arbeit" der Landjugend zeigte sich Bürgermeister Uwe Lameyer. Er könne dies aus seiner beruflichen Erfahrung als Bauleiter umfassend bestätigen. Sein Dank galt zugleich dem Leiter des technischen Bauamtes im Amt Wilstermarsch, Roman Stöckmann, für die Planung und Koordination der Arbeiten, die außerdem von drei Sponsoren unterstützt worden waren. Auch die Wilstermarsch-Landjugend hat mit ihrer 72-Stunden-Aktion den Slogan des Landesverbandes untermauert: "Landjugend stark vor Ort!"

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erstellt am 04.Jun.2013 | 03:59 Uhr

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