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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 05:08 Uhr

Jersbek : Sie haben den Dreh raus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Heiligabend in Jersbek: Filmaufnahmen bei den Eltern daheim. Premiere findet im Kleinen Theater statt.

Die Uckermark ist näher an Berlin, aber Jersbek als Drehort hatte für Asa Piefer einen deutlichen Vorteil: Hier steht das Haus ihrer Eltern, das zudem groß genug ist, um einen Teil, der Crew unterzubringen. Denn die 28-Jährige studiert an der Filmarche Berlin und hat nur ein kleines Budget für ihren Film. Produzentin ist Christin Grützner. Der Titel bezieht sich allerdings auf ihre Tätigkeit beim Drehen und nicht auf die Finanzierung des Films.

„Wir haben beide privates Geld eingebracht, das reicht aber eigentlich nur für die Verpflegung“, sagt Asa Piefer. „Die Technik stellt die Schule, wir haben ein bisschen Sponsoring. Die meisten Crew-Mitglieder sind ebenfalls Studenten, und die Schauspieler arbeiten ohne Gage“, erläutert Christin Grützner das Prinzip. Nur für die Tonleute aus Offenbach muss man etwas zahlen, denn „gute Tonleute sind schwierig zu bekommen. Die meisten studieren eben Regie und Kamera“, sagt Christin Grützner. Auf sie trifft das ebenfalls zu. In Jersbek hilft als ausführende Produzentin ihre Freundin Asa.

Sieben Drehtage sind angesetzt, sieben Tage, an denen sich 26 Leute im und am Haus herumwuseln. Die Räume im Erdgeschoss wurden nicht nur für das „Set“, sondern auch für die Lagerung des technischen Equipments in Anspruch genommen. Gekocht wird für alle in der normalen Küche, und für die Studenten hat man in Jersbek Betten und Matratzen besorgt, damit die im Obergeschoss nächtigen können.

Die Tage sind komplett durchstrukturiert, und auch wenn die Atmosphäre locker ist, so sind alle hochkonzentriert, wenn Christin Grützner die Klappe für Kamerafrau Tina Guckenhan schlägt. An der Wendeltreppe hängen Scheinwerfer und kleine Zettel mit dem Hinweis, genau darauf zu achten, wenn man nach oben geht. Besondere Vorsicht lässt man auch dem Holzfußboden angedeihen. „Der darf nicht zerkratzt werden“, hat Asa Piefer allen eingeimpft.

Ihre Mutter Edda hat die Rolle einer Großmutter in dem Film übernommen, der Heiligabend spielt. Die zweite Großmutter wird von Walburga Raeder aus Berlin gespielt. Kerstin Pötting und Fred Lobin aus Hamburg sind das Ehepaar, deren Weihnachten nicht so verläuft wie gedacht. Denn Karl, gespielt von Ben Balkenhohl und seine Freundin (Lisa Garbe) haben sich ausgerechnet zu Heiligabend versprochen, von nun an nur noch vegetarisch zu essen. Das passt natürlich so gar nicht zum Gänsebraten.

Das Drehbuch stammt von Carolin Gehrmann, die nicht nur die Geschichte, sondern auch ihren Hund Paule einbringt, der als „Gorbi“ ebenfalls eine wichtige Rolle im Film spielt. Ben und Lisa hat Asa Piefer im Kleinen Theater in Bargteheide gefunden: „Ich habe dort angerufen und mir dann Proben angesehen.“ Ob der Film im Fernsehen zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Die Premierenvorstellung wird aber im Kleinen Theater sein.

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erstellt am 21.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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