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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 03:23 Uhr

Sie führen Gutes im Schilde

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Weihnachtshilfswerk Bargteheide: 1449 Gewerbebetriebe werden um Spenden für Bedürftige gebeten

Ein Dutzend Bargteheider hat sich zusammengetan, um ihren bedürftigen Mitbürgern eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Zwar gebe es viele Wohlhabende in der Hamburger Vorstadt, sagt Dr. Martin Ernst von der Ev. Kirchengemeinde: „Die Zahl derer, denen es nicht gut geht, ist dennoch nicht gering.“ Die Idee des Weihnachtshilfswerks sei, dass sich diese Menschen einmal etwas Besonderes außer der Reihe gönnen könnten. Und deshalb saß er mit seinen elf Mitstreitern im Rathaus, um 1449 ansässige Gewerbetriebe um Spenden dafür zu bitten.

Wie viele Menschen in diesem Jahr beschert werden, wissen sie noch nicht. „Wir schreiben die in der Stadtverwaltung bekannten Empfänger von Sozialleistungen an und fragen, ob sie an der Aktion teilnehmen möchten“, sagt Ernst. Wer sich zu diesem Personenkreis zählt und nicht informiert wird, kann sich auch selbst melden. Adressen seien schwer zu bekommen, sagt Ernst. Den Wohltätigkeitsorganisationen seien weitere Bedürftige bekannt, weitere Informationen kämen auch von den Kita-Leitungen. In jedem Fall würden diese Daten sehr sensibel gehandhabt.

Kurz vor dem Fest besuchen die Helfer dann bedürftige Menschen und übergeben ihnen einen Scheck. Über die Höhe wird traditionell nicht gesprochen, sie hängt auch vom Spendenaufkommen ab. Im vergangenen Jahr erhielten 393 Menschen in 170 Haushalten Besuch. Gegenüber 2014 ist das ein Anstieg von 35 Prozent und der Fluchtbewegung geschuldet. „Wir konnten auch ein Glas Honig und Süßigkeiten mitbringen, die von hiesigen Firmen gespendet wurden“, sagt Anke Finnern von der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Manchmal bleibe es bei einer Begegnung an der Haustür, sie nimmt sich aber auch Zeit für ein längeres Gespräch. „Zu vielen Menschen ist im Lauf der Zeit ein Vertrauensverhältnis entstanden.“

Dass Weihnachten ein christliches Fest ist, spielt dabei keine Rolle. „Es ist auch für Nichtchristen leicht erklärbar“, sagt Ernst. Und sie wüssten um die Bräuche hier und verstünden sie auch gut. Er erwartet eine hohe Spendenbereitschaft: „Wenn nur jeder Fünfte ein paar Euro gibt, kommt einiges zusammen.“

>Das Spendenkonto für die jährliche Aktion erfahren Sie bei der Stadt. Die Verwaltung stellt auf Wunsch Spendenbescheinigungen aus.





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