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Stormarner Tageblatt

24. Mai 2016 | 21:33 Uhr

Bad Oldesloe : Rote Hände für Merkel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Paket ist geschnürt: 1500 Blätter mit roten Handabdrücken von Oldesloer Schülern gehen jetzt auf die Reise ins Kanzleramt nach Berlin.

Schon seit zehn Jahren gibt es den „Red Hand Day“. Der internationale Gedenktag am 12. Februar erinnert an das Schicksal von Kindersoldaten. Hunderttausende rote Handabdrücke werden alljährlich in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker und Verantwortliche übergeben. Der Anlass ist so betrüblich wie aktuell: Mehr als 250  000 Kindersoldaten kämpfen weltweit in Kriegen und viele werden getötet.

„Wir wollen mit unserer Aktion darauf aufmerksam machen, dass Kinder keine Soldaten sein dürfen“, sagt Niniane Denicke vom Vorstand der Schülersprecher der Theodor-Mommsen-Schule. Zusammen mit Lukas Gunia, Lya Niemann und Natalie Sperling sowie Verbindungslehrer Heiko Geerdt überreichte sie gestern dem amtierenden Bürgermeister, Horst Möller, 1500 Blätter mit roten Handabdrücken und kleinen Sprüchen und Statements. „Kinder sind zum Leben da, nicht zum Sterben“, „Kinder sollten keine Waffen tragen“ oder „Kinder gehören in die Schule, nicht in den Krieg!“ war da zu lesen. Fast alle Schüler der TMS und der Schule am Masurenweg haben sich an der Aktion beteiligt und mit roter Lebensmittelfarbe ihren Händeabdruck auf weißen Blättern verewigt. „Wir werden jetzt ein Paket schnüren und alles nach Berlin ins Kanzleramt schicken. Ein entsprechendes Anschreiben an Kanzlerin Angela Merkel haben wir schon fertig“, sagte Horst Möller.

In erster Linie solle die Aktion Aufmerksamkeit erregen und zum Nachdenken anregen, so Lukas Gunia. „Das ist immer noch besser, als das Thema einfach zu ignorieren“, so der Schülersprecher. Leider sei die Problematik der Kindersoldaten kein Thema im Unterricht, bemängelte Lay Niemann. Trotzdem hätte die Schule die Aktion der Schülersprecher unterstützt. In der Pausenhalle der TMS bauten sie einen Stand auf und informierten über die Hintergründe des Red Hand Day. Fast alle Schüler machten mit und viele sich zudem Gedanken, die sie auf die Blätter schrieben. „Lasst den Kindern ihre Kindheit!“, schrieb Julian und dürfte damit allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Seele sprechen.

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erstellt am 13.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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