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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 11:50 Uhr

Reinfeld : Roman schreiben statt Sommerferien

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ihren ersten Roman veröffentlichte die Reinfelder Jung-Autorin Ivy Owens als Self-Publishing-Buch und schreibt bereits an einer Fortsetzung.

Im Jahre 2130 – Die Welt des 21. Jahrhundert existiert nicht mehr. Ein neuer Herrscher hat die Macht über Ellerboe Crest übernommen und ein vollständig neues System erschaffen. Die große Liebe der 17-jährigen Neyla, Protagonistin des Romans, stirbt in den Händen der Regierung. Sie begibt sich gemeinsam mit einem Freund auf die Suche nach der Wahrheit und entdeckt Unglaubliches. Kann sie die neue Welt retten? Was ist das Geheimnis der Machthaber? Kann die junge Frau es lüften?

„Ich hatte ein gutes Leben. Bis der Tag kam, der es veränderte“, sagt Neyla im ersten Kapitel des Science-Fiction-Romans „Die Vergessenen“ aus der Feder von Ivy Owens. Und die Geschichte spinnt sich rasant weiter, wird immer mysteriöser, lässt den Leser nicht mehr los, bis das Geheimnis am Ende aufgelöst wird. Oder doch nicht?

Mehr möchte die junge Autorin über den Inhalt ihres Debütromans nicht verraten. „Der Leser soll das Buch ja lesen, die Spannung muss für ihn bis zur letzten Seite erhalten bleiben“, sagt die 22-Jährige. Gute Ideen hat Ivy Owens schon immer gehabt. Bereits als kleines Kind begann sie mit dem Lesen und hat seitdem unzählige Romane verschlungen. „Das fing schon mit den Bilderbüchern an“, erinnert sich die in Hamburg geborene und in Reinfeld aufgewachsene Autorin. Geschichten hat sie bereits als Jugendliche verfasst. Zu Hause liegen einige fertige Manuskripte – bereit zur Veröffentlichung. Mit „Die Vergessenen“ kommt sie jetzt auf den Markt. „Die Idee zu der Science-Fiction-Trilogie kam mir bereits vor vier Jahren, doch ich hatte durch meine Ausbildung kaum Zeit, sie umzusetzen“, so Ivy Owens.

Jetzt aber passte alles: Sie beendete ihre Ausbildung zur Notarfachangestellten, macht zurzeit in Bad Oldesloe ihr Abitur nach und möchte anschließend Germanistik studieren. Das passt. „Da habe ich in den sechs Wochen Sommerferien jeden Tag an meinem Roman geschrieben“, sagt sie. Der Plot habe sich einfach beim Schreiben weiterentwickelt. Jetzt schreibt sie an der Fortsetzung, hat aus den anfänglichen Fehlern gelernt und zuvor einen Handlungsstrang entworfen, damit – meint die junge Reinfelderin mit einem Augenzwinkern – nicht hinterher das böse Erwachen komme und man die Logik der Handlung nicht nochmals genau überprüfen müsse.

Viel Disziplin gehöre zum Schreiben dazu. Sie schreibt jeden Tag mindestens drei Seiten. Manchmal – wenn die Ideen nur so sprudeln und sie im Schreibfluss ist – werden es dann auch mal zehn Seiten. Sie könne sich gar nicht mehr genau daran erinnern, wie sie auf die Idee zu ihrem Buch gekommen sei. Die Handlung habe sich in ihrem Kopf einfach weiterentwickelt.

Viele Ideen zu einem neuen Stoff kommen ihr bei Gesprächen oder aber auch an Orten, die sie inspirieren. Für jedes Buchprojekt hat sie ein Notizbuch angelegt. Da kommt alles rein, was ihr einfällt und nützlich sein könnte.

Ivy Owens ist ein Pseudonym – aus Rücksicht auf ihre berufliche Laufbahn. „Außerdem kommen die meisten Science-Fiction-Romane aus den USA, da macht sich ein englischer Name besser“, ist sie überzeugt. Ihr Debütroman wurde von ihrer Schwester gelesen, die gemeinsam mit anderen „Vorweglesern“ fand, dass ihr Roman fast so anfange wie die berühmten „Tribute von Panem“ von Suzanne Collins. Ein Kompliment für die junge Autorin. Ivy Owens veröffentlichte ihren Roman im Self-Publishing und ist bei allen großen Buchhandlungen online gelistet. „Das machen heute viele Autoren so, weil es quasi unmöglich ist, bei den großen Verlagen angenommen zu werden“, erklärt die 22-Jährige. Vielen Autoren sei es durch das Self-Publishing gelungen, in die Bestsellerlisten zu gelangen.

Ivy Owens steht erst am Anfang ihrer schriftstellerischen Tätigkeit, tauscht sich im Internet mit anderen jungen Autoren aus, gibt ihre Erfahrungen in ihrem Blog ivyowens.wordpress.com weiter und veranstaltet eine Leserunde unter loevelybooks.de im Internet. „Ich bin gespannt, wie die Reaktionen auf mein Buch ausfallen werden“, sagt sie. „Die Vergessenen“ ist erst vor drei Wochen erschienen. Das selbst gestaltete Cover kam bereits sehr gut an. Es zeigt eine junge Frau, die auf einer Erdkugel sitzt – dezent in dunkelblau gehalten. Owens: „Wer mich kennt, weiß, dass ich das bin.“ Angst, dass ihr plötzlich die Ideen ausgehen könnten, hat sie nicht. Im Gegenteil: „Die gehen mir nie aus.“ Im nächsten Sommer möchte sie den zweiten Teil der Trilogie beendet haben, denn die Leser sollen nicht zu lange auf die Fortsetzung warten. Sie entwickelt außerdem gerade einen weiteren Roman: „Wer weiß, vielleicht schreibe ich dann beide parallel?“

> „Die Vergessenen – Inside Ellerboe Crest“ (ISBN: 978-3-7380-8250-0) von Ivy Owens ist im Internet bei allen großen Online-Buchhandlungen als E-Book zu bestellen.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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