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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:29 Uhr

IRLS-Süd : Rettungsleitstelle Bad Oldesloe: Schon wieder eine Bombendrohung

vom

Per SMS ging eine Bombendrohung bei der Integrierten Regional-Leitstelle Süd ein – die zweite seit Samstag.

Bad Oldesloe | Am Montagmorgen hat es erneut eine Bombendrohung gegen die Integrierten Regional-Leitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe im Kreis Stormarn gegeben. Das teilte Polizeisprecher Holger Meier von der zuständigen Direktion in Ratzeburg mit.

Bereits am Sonnabend hatte es einen groß angelegten Polizeieinsatz in der Stormarner Kreisstadt nach einer Bombendrohung gegegeben. Die Urheberin der Drohung konnte ermittelt, aber noch nicht festgenommen werden. Höchstwahrscheinlich geht die Nachricht vom Montag auch auf ihr Konto.

„Gegen 17.30 Uhr war eine SMS eingegangen, in der angekündigt wurde, dass bis 22 Uhr mehrere Bomben bei uns hochgehen sollten“, teilte ein Mitarbeiter der IRLS-Süd auf Anfrage mit. „Wir haben die Sache sofort ernst genommen“, hieß es. Problem: Aufgrund der Unwetterlage mit Starkregen und Gewitter mussten zahlreiche Notrufe bearbeitet und etwa 200 Einsätze koordiniert werden. Man konnte die Räume nicht umgehend räumen.

Ein Führungsstab von Landkreis und Leitstelle, unter anderem mit Landrat Henning Gört, Kreiswehrführer Gerd Riemann und Leitstellen-Leiter Carsten Horn, trat zusammen, die Polizei wurde einbezogen. Sofort wurden alle technischen Möglichkeiten eingeleitet, um den Urheber der Kurznachricht zu ermitteln. „Parallel dazu wurde alles dafür vorbereitet, die Notrufe in die Leitstelle nach Lübeck umzuleiten und die Technische Einsatzleitung aufzubauen“, erklärte Riemann. „Die Umleitung der Notrufe wäre nicht sehr kompliziert gewesen, schwieriger ist es in so einer Situation, dann die eingehenden Einsätze zu verteilen“, so Riemann. Die Kräfte der TEL können zwar mit den Fahrzeugen funken, aber nicht Einsatzkräfte alarmieren. Deshalb waren die Wehrführer der Städte in Alarmbereitschaft versetzt worden.

„Genau in unsere Vorbereitungen kam dann die Information der Polizei, dass man die Nummer zurückverfolgt hat und eine Tatverdächtige ermitteln konnte“, so Riemann. „Wir konnte eine scheinbar verwirrte 25 Jahre alte Frau ermitteln, die bereits mehrfach solche Drohungen ausgesprochen hatte“, erklärte Meier. „Bisher konnten wir die Frau aber noch nicht antreffen“, so Meier. Und am Montagmorgen kam dann auch prompt im selben Stil eine neue Bombendrohung bei der Leitstelle an. „Die wurde dann aber schon nicht mehr ernst genommen“, sagte Meier. Die Polizei versucht jetzt, die Verdächtige aufzuspüren. Görtz kündigte an, dass man gegen sie Strafanzeige erstatten wird.

Die IRLS-Süd betreut den Notruf 112 in den drei Landkreisen und koordiniert aus Bad Oldesloe sämtliche Einsätze für die 622.000 in der Region lebenden Menschen.

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erstellt am 27.Jun.2016 | 12:28 Uhr

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