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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Travenbrück : Raub der Flammen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trotz eines Großeinsatz der Feuerwehren wurde ein Einfamilienhaus mit mehreren Wohneinheiten in Nütschau ein Raub der Flammen.

Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge der Wehr Travenbrück an der Straße „Am Dreieck“ in Nütschau eintrafen, brannte der Dachstuhl eines großen Einfamilienhauses mit Anbauten und mehreren Wohneinheiten bereits in voller Ausdehnung. „Wir haben sofort alles alarmiert, was wir bekommen konnten“, erklärt Alfred Neumann, stellvertretender Travenbrücker Wehrführer und Einsatzleiter vor Ort. Neben den Wehren aus Sühlen und Grabau rückte auch die Bad Oldesloer Feuerwehr inklusive Drehleiter an, um gegen die Flammen vorzugehen, die bereits aus den Fenstern schlugen. Auch die Technische Einsatzleitung des Kreises und ein Rettungswagen wurden zum Brandort beordert.

Ob sich noch Personen im Gebäude befanden, war unklar. Zunächst hatte ein erster Trupp daher versucht, im Inneren des Hauses die Löscharbeiten zu beginnen und zum Brandherd vorzudringen. „Da kamen den Kameraden aber direkt schon die Holzstufen einer Treppe entgegen. Daher wurde beschlossen, dass die Gefahr zu groß ist, von innen gegen das Feuer vorzugehen“, so Kreiswehrführer Gerd Riemann. Doch auch die Löscharbeiten von außen erwiesen sich als enorm kräftezehrend für die eingesetzten ehrenamtlichen Brandbekämpfer. Eine junge Feuerwehrfrau musste ihren Drehleitereinsatz wegen Kreislaufproblemen abbrechen und im Rettungswagen behandelt werden. Außerdem platzte ihren Kameraden zwei Mal ein Schlauch während der Löscharbeiten auf dem Balkon des Einfamilienhauses.

Wie genau das Feuer in einem großen Einfamilienhaus mit Anbauten in Nütschau am frühen Dienstagmittag kurz vor 14 Uhr ausbrach, ist unklar. Augenzeugen berichteten, dass Kinder einer im Haus wohnenden Familie offensichtlich gespielt hätten und immer aus dem Haus rein- und rausgelaufen seien. Irgendwann hätten sie dann geschrien, dass es brenne.

„Die Bewohner befanden sich beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr im Haus. Das haben die Nachbarn mittlerweile soweit bestätigt. Eine Person hatte nicht ganz mitbekommen, dass es in einem Teil des Hauses brennt, diese Person haben wir gerettet“, so Neumann. Außerdem konnte ein Hund gerettet werden, der aber durch die gesamte Situation „aufgeregt und bissig“ war. Er wurde durch die Einsatzkräfte zunächst in einem nicht vom Brand betroffenen Nebengebäude untergebracht.

„Eine Person wurde am Haus durch die Kameraden vorgefunden und dann der Polizei übergeben. Mehr kann ich dazu jetzt auch nicht sagen. Es könnte eine unglückliche Aneinanderreihung von Ereignissen gegeben haben, aber das ist alles nicht klar“, so Riemann. Auch die Polizei konnte am Dienstagnachmittag noch nicht mehr zur Brandursache sagen oder ob die vorgefundene Person zu den Bewohnern zählte. Die Einsatzkräfte vor Ort gingen davon aus, dass das betroffene Gebäude durch den massiven Brand- und Wasserschaden wohl nach Abschluss der Löscharbeiten nicht mehr zu retten sein wird.

 

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erstellt am 24.Aug.2016 | 05:45 Uhr

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