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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 01:30 Uhr

Ahrensburg : Rathaus-Sanierung nun schon bei 9,8 Millionen Euro

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Alle Elektroleitungen in der Ahrensburger Verwaltung müssen erneuert werden.

Baukosten haben eine Eigenart – sie halten sich nie an die Ursprungssumme. Das Ahrensburger Rathaus, das im Rahmen der Städtebauförderung saniert werden soll, macht da keine Ausnahme. Der Bauausschuss erfuhr jetzt nicht nur, dass der Förderantrag offiziell gestellt worden ist, sondern auch, dass die veranschlagten 7,6 Millionen Euro nicht reichen.

„Wir sind jetzt bei 9,8 Millionen Euro“, sagte Ulrich Kewersun vom Bauamt: „Die gesamten elektrischen Anlagen im Rathaus müssen komplett erneuert werden – dazu gehören auch die Datenleitungen.“ Erneuert werden soll auch der Vorplatz des Rathauses (ohne die beiden Brunnen). „Die Pflasterung soll saniert werden“, sagte Kewersun. Jetzt will man in Ahrensburg abwarten, welche Kosten im Förderantrag bewilligt werden, „das kann einige Monate dauern.“ Die Kosten teilen sich die Stadt, das Land und der Bund zu jeweils einem Drittel.

Passen musste Kewersun allerdings beim Thema Sicherheitskonzept im Rathaus. Zwar soll der Empfangstresen endlich wieder direkt in die Eingangshalle verlegt werden, spezielle Sicherheitsvorkehrungen wird es aber nicht geben: „Der Eingangsbereich wird nicht umgebaut.“

Nicht ganz einverstanden zeigte sich der Bauausschuss mit der Vorlage zum Einzelhandels- und Dienstleistungskonzept der Innenstadt. Das von dem Hamburger Büro Dr. Lademann & Partner ausgearbeitete 70 Seiten dicke Papier, das sich unter anderem mit Aufenthaltsqualität in der Innenstadt ebenso beschäftigt wie mit einer „Ahrensburger Sortimentsliste“, soll nicht – so sah es die Verwaltungsvorlage vor – in Stein gemeißelt werden. Das Konzept, so wurde bei einer Enthaltung beschlossen, bekommt den Status einer gutachterlichen Empfehlung – das, so der Tenor, lasse Raum für spätere Veränderungen oder Ergänzungen.

Einstimmig dagegen beschloss das Gremium die veränderte Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereiches. Die Fläche wird um das Lindenhof-Areal erweitert, dort ist ein Einkaufsmarkt im geplanten Neubau vorgesehen. Nicht ganz folgen wollte das Gremium der Anmerkung im Lademann-Konzept, es fehle in Ahrensburg ein Sortiment „junge Mode“. Auch der Vorschlag, einen dritten „Magnetbetrieb“ (neben Kaufhaus Nessler und Teilen des CCA) in der Innenstadt zu etablieren, wurde mit Skepsis aufgenommen.

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