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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

Problemzone Campestraße

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Trasse muss saniert werden / Anwohner bemängeln bereits vorhandenen Ausweichverkehr

Die geplante Sanierung der Campestraße beunruhigt die Anwohner. In einem offenen Brief wandte sich ihr Sprecher Peter Heubaum (72) an die Gemeindevertreter und die Gemeinde Trittau. Darin heißt es: „Eine Steigerung der Attraktivität der Campestraße als Durchgangsstraße und Parkraum ist unbedingt zu vermeiden. Anzustreben ist dagegen, den fließenden und ruhenden Verkehr auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, eine funktionsgerechte Nutzung der Gehwege herzustellen und die Oberflächenentwässerung in Ordnung zu bringen.“

Die Oberflächenentwässerung ist seit Jahren ein Problem, weiß auch der Bauausschussvorsitzende Jens Hoffmann: „Bei sturzbachartigem Regen überfluten die Gärten. Es gibt zu wenig Abläufe und die Höhenunterschiede vom oberen zum unteren Bereich spielen da hinein“, erklärt er. Daher hat sich der Bauausschuss kürzlich mit dem Thema befasst und einen Planer beauftragt. Hoffmann betont, dass die Straße nicht verbreitert werden soll und auch 30er-Zone bleiben soll. Die Anlieger wünschen sich zwar die „nötige Instandsetzung“, bemängeln aber den schon jetzt vorhandenen Ausweichverkehr zur Poststraße und abfahrenden Lieferverkehr des Supermarktes. Daher fordern sie eine Verdeutlichung der 30er-Zone durch Aufbringung von Hinweisen auf die Fahrbahn unter Einbeziehung des Ostland- und Lindenweges und Verminderung, besser Vermeidung anhaltend hoher Belastung der Straße und Gebäude (Erschütterungen) durch eine Sperrung des Lkw-Verkehrs über 3,5 Tonnen.

„Wir befürchten, dass es auch mehr Verkehr geben wird, weil die Geschossflächenzahl hoch gesetzt werden soll“, so Heubaum, der mit Ehefrau Heide seit 1980 dort wohnt und gemeinsam mit seinen Mitstreitern den ursprünglichen, charmanten Zustand erhalten möchte. „Es hat zwar ein Generationenwechsel stattgefunden, aber auch die jungen Leute sind hier hergezogen, weil die Straße ist, wie sie ist: Eine beruhigte Siedlung mit viel Grün“, so Heubaum.

Jens Hoffmann sieht da keine großen Widersprüche zu den Planungen: „Wir wollen die Asphaltschicht erneuern, neue Entwässerungsrohre verlegen, auf der Seite des Kindergartens einen hohen Bordstein und einen Fußweg mit rot-buntem Pflaster legen, die andere Seite wassergebunden errichten“, erklärt der Bauausschuss-Chef.

Vor der nächsten Bauausschusssitzung am Donnerstag, 10. November, 19.30 Uhr, werden alle Anlieger zu einer Einwohnerversammlung eingeladen. Dann sollen die Pläne erläutert werden und eine Aussprache erfolgen.





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