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Stormarner Tageblatt

02. September 2014 | 23:19 Uhr

Baustellen auf A1 : Probleme für die Retter

vom

Es war ein vergleichsweise harmloser Brand auf der A1. Aber er machte mehr als deutlich, welche Probleme Baustellen Polizei und Rettungsdiensten bereiten.

BadOldesloe | Die Streifenwagen der Polizei kamen gerade noch durch zu dem brennenden BMW, für die alarmierte Feuerwehr Bad Oldesloe war kurz vor Reinfeld Schluss: Kein Durchkommen mehr möglich. Der BMW hatte im Baustellenbereich in Höhe Wesenberg Feuer gefangen, wo es keinen Standstreifen gibt und die zwei Spuren zu eng sind, als dass eine Rettungsgasse gebildet werden könnte. So blieb den Beamten nichts anderes übrig, als die Autobahn Richtung Norden voll zu sperren und den Verkehr auf die Abfahrt Reinfeld abzuleiten.
Infolge unpräziser Einsatzmeldungen hatte die Oldesloer Leitstelle zudem nicht die zuständige Feuerwehr Reinfeld alarmiert, so dass nun die Lübecker anrückten. Das war nur auf der Gegenfahrbahn möglich, die noch befahrbar ist, aber erst von der Autobahnpolizei gesperrt werden musste.
"Bei den Bauarbeiten sind wir zurzeit in einer Übergangsphase"
Als die Lübecker nach rund 35 Minuten eintrafen und die Schläuche über die Mittelleitplanke hielten, war nicht mehr viel zu löschen: Der Motorraum war komplett ausgebrannt, die Flammen fast von selbst erloschen. "Bei den Bauarbeiten sind wir zurzeit in einer Übergangsphase. Deshalb war es in diesem Fall besonders kompliziert", sagt Georg Ruge, Leiter des Autobahn- und Bezirksreviers.
Er hat bereits Rücksprache mit der Leitstelle Bad Oldesloe gehalten, wo gestern eine Konferenz anstand, wie man mit Unfällen in den A1-Baustellen umgeht. Zwischen Lübeck und Reinfeld sowie am Kreuz Bargteheide wird es ab Montag nur noch zwei eingeengte Spuren auf einer Fahrbahnseite geben. Zudem werden die A 1-Abfahrt nach Bargteheide aus Richtung Norden und die Auffahrt von Hammoor Richtung Hamburg für Monate gesperrt.
"Im Worst-Case werden wir auch mit dem Hubschrauber arbeiten"
"Theoretisch sind wir darauf vorbereitet", sagt Ruge, "aber es wird nicht einfach. Es hängt immer von den Gegebenheiten ab, so dass man von Fall zu Fall entscheiden muss". Angesichts der engen Behelfsspuren können die Feuerwehren grundsätzlich nur über die Gegenfahrbahn anrücken" ,aber nur wenn das mit uns abgesprochen und die Autobahn von uns gesperrt ist", so Ruge. Löschen lässt sich über die Stahlplanke zwischen den Fahrstreifen. Bei Unfällen mit Verletzten wird das schon schwieriger. Ruge: "Im Worst-Case werden wir auch mit dem Hubschrauber arbeiten."
Aber vielleicht muss das nicht sein. Bei den Baustellen in der Vergangenheit blieb man von schweren Unfällen verschont. Es gab fast nur Liegenbleiber.

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von Rolf Blase
erstellt am 12.Mai.2012 | 02:24 Uhr

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01. | Hans Albern | 11.05.2012 | 14:30 Uhr
Günter Lange

Vielen Dank, Herr Lange, das Sie es ähnlich sehen.
Hier wurde anscheinend von mehreren (siehe Artikel) nicht einmal ein Löschversuch unternommen. Das von Ihnen geschilderte Problem der Gaffer kann ich weder hier noch auf anderen Pressebildern erkennen. Aus der LN als Alternative kann man aber in Erfahrung bringen, daß die Vollsperrung der Autobahn zu einem Stau führte, der die Oldesloer Feuerwehr nicht zum Einsatzort gelangen ließ. Auch die dort abgegebenen unqualifizierten Kommentare "Die hätten doch über die abgesperrte Baustellenspur fahren können, um zum Brandort zu gelangen" lassen mich lächeln.

Apropos, ich habe einen Vergaserbrand, der bereits über 30 Sekunden mit offener Haube wütete, gelöscht. Es brauchte nicht annähernd die Hälfte des vorrätigen Löschmittels einer 5-Kilo-Flasche.

Aber ich würde mich freuen, qualifiziert zu hören, hinter welchen Büschen sich die "dummen Gaffer" versteckt halten.

02. | Günter Lange | 11.05.2012 | 11:48 Uhr
Hans Albern

Lieber Hr. Albern
sie haben anscheinend noch nie versucht, einen Motorbrand zu löschen. Ich habe zusammen mit einem Kollegen 4 Feuerlöscher a 6 kilo verbraucht, um einen Motorbrand zu löschen. Es ist uns, trotz Schulung, die immer wieder aufgefrischt wird, nicht gelungen. Das Problem ist nicht die Polizei, sondern die Gaffer, die dann noch zu dumm sind, eine Rettungsgasse zu bilden. Die Polizisten werden auch auf solche Fälle geschult, und werden bestimmt nicht den Überblick verloren haben, und den Fall richtig eingeschätz haben. Also, warum das gehacke auf die Beamten? Sie sollten lieber ihre unqualifizierten Kommentare lassen, und mehr auf die anderen Autofahrer unter die Lupe nehmen

03. | Hans Albern | 11.05.2012 | 11:10 Uhr
Unpräzise Einsatzmeldungen

und die Feuerwehr trifft nach über einer halben Stunde ein.

Oder kritisch hinterfragt: Waren die PolizeiBeamten vor Ort orientierungslos?

Unter "Einsatzmeldungen" verstehe ich nicht die evtl. Anrufe aufgeregter Mitbürger, die genauso evtl. ortsunkundig einen Brand an einer falschen Stelle melden.
Genauso unpräzise wie der Einsatz des an Bord des Polizeifahrzeuges befindlichen Feuerlöschers geschildert wird. Nämlich gar nicht; was vermuten läßt, daß dieser über lange 35 Minuten nicht zum Einsatz kam. Verständlich, wenn der Einsatzwagen wie abgebildet in einer Entfernung von 50 m geparkt wird.
Ein Polizist wäre ausgestiegen mit Feuerlöscher und der andere hätte in sicherer Entfernung geparkt; das wäre eine andere als die praktizierte Teamarbeit.

Dabei reicht bei solchen Kleinbränden meist ein einziger Feuerlöscher, um den Brand zu ersticken, ein zweiter aus dem anderen Einsatzfahrzeug hätte sonstwas dem Garaus gemacht. Man muß halt nur wollen.

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