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Stormarner Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:09 Uhr

Ahrensburg : „Plö“ – der Kunstförderer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Landrat a. D. Klaus Plöger bekommt eine Abschiedsausstellung im Marstall. Zukunftspläne in Sachen Kunstunterstützung hat der Barsbütteler auch schon.

Klaus Plöger ist kein Künstler. Er ist auch kein Kunstkenner, wie er sagt. Trotzdem bekommt der Stormarner Landrat a.D. nun eine große Abschiedsausstellung im Marstall geschenkt. Der Grund liegt auf der Hand: In seinen 18 Jahren als Landrat war Plöger schließlich auch der Vorsitzende der Sparkassen-Kulturstiftung.

Vom Kunstlaien entwickelte sich der ehemalige Mathematiklehrer und Vollblutlandrat zum Kunstliebhaber, der Spuren in der Stormarner Kulturlandschaft hinterlassen hat. In seiner Amtszeit betrieb er gern Lobbyarbeit für die bildende Kunst. Immer wieder stellte er die Künstler heraus, wenn er geradezu mantrahaft „Stormarn ist eine Erfolgsgeschichte“ zur Aufführung brachte. Kunst und Kultur liegen dem Ex-Landrat sehr am Herzen.

Und so verwundert es nicht, dass ein wenig Trennungsschmerz zu spüren ist, wenn Plöger darauf verweist, dass Amtsnachfolger Henning Görtz den Vorsitz in der Sparkassen-Kulturstiftung übernehmen wird. „Es ist so geregelt. So ist das halt. Ich will da auch nicht so als Geist im Hintergrund rumschweben. Der Neue wird auch neue Ideen haben“, sagt Plöger. „Der Landrat ist geborener Vorsitzender der Kulturstiftung. Das ist ganz klar geregelt. Daher ist auch dieses Amt auf Herrn Görtz übergangen“, stellt Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein klar.

Nachdem Plöger in 18 Jahre die regionale Kunstszene erlebt, Galerien und Ateliers besucht und eine hohe Anzahl Künstler kennengelernt hat, denkt er nicht daran, sich aus dem Bereich zurückzuziehen. „Ich werde mich mit ein paar Leuten einfach Mal treffen, die künstlerisch-kreativ tätig sind und dann machen wir eine interessante Gegenveranstaltung“, erklärt der Landrat a.D. , um schnell anzufügen, dass er „natürlich keine Konkurrenz“ zur Sparkassen-Kulturstiftung plane. Er wolle in Zukunft eher „gemütlich bei Rotwein und so weiter“ Treffen mit Künstlern veranstalten, die ganz ohne Vereine oder weitere Stiftung „tolle neue Ideen und Projekte“ auf den Weg bringen.

Ein klares Signal: Plöger benötigt nicht den Vorsitz der Kulturstiftung, um bei Kulturschaffenden präsent zu sein. „Das wird ein Kreis, in dem es angenehm zugehen soll. Wer keine Lust dazu hat oder da nicht reinpasst, der ist dann auch nicht dabei“, fügt Plöger schnell hinzu.

„Klaus hat viele wichtige Dinge auf den Weg gebracht. Ich habe mich gefreut, in diesem Bereich mit ihm 18 Jahre lang zusammenarbeiten zu können“, sagt Sigrid Kuhlwein von der Kulturstiftung.

„Er sagt immer seine Meinung zu den Werken. Das kann durchaus wehtun. Er ist direkt. Manches sensible Gemüt hat da auch schon unter den Künstlern drunter gelitten. Aber man kann sich immer auf ein klares Urteil verlassen und Ehrlichkeit“, meint Christine Carstens, die zu den 13 Künstlern zählt, die zu Plögers Ehren vom 3. bis 18. September Werke im Marstall präsentieren. „Ich beurteile Kunst immer danach, ob sie mich anspricht, ob sie mir gefällt. Das war all die Jahre so“, sagt Plöger. Er freue sich über den gelungenen Katalog und die gute Auswahl zu seiner Abschiedsausstellung. Eröffnet wird sie (Titel „Heimspiel“) am Freitag, 2. September, ab 18 Uhr in der Galerie im Marstall. Zu einer Diskussionsrunde soll auch ein bundesweit bekannter Überraschungsgast kommen.

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