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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 10:43 Uhr

Bargteheide : Pilotprojekt Vogelsiedlung geht in die nächste Phase

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In Sachen Quartierssanierung in Bargteheide wird zur Informationsveranstaltung zum Thema Heizen und Lüften eingeladen.

Die geplante Quartierssanierung in der Bargteheider Vogelsiedlung geht in die dritte Runde. Geplant ist jetzt eine Informationsveranstaltung zum Thema Heizen und Lüften in der kalten Jahreszeit. Außerdem werden Auszüge aus einem ersten Sanierungskonzept vorgestellt. Termin ist Dienstag, 15. November, 18 Uhr, in der Gaststätte Schützenhof. Damit soll ein weiterer Teil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt umgesetzt werden. Sie hat die Firma Frank ECOzwei mit der Beratung der Hausbesitzer beauftragt.

„Die Vogelsiedlung eignet sich besonders, weil die Gebäude weitgehend baugleich sind“, sagt Clemens Thoma von der ECOzwei. Alle sind in den 1960er Jahren entstanden. Wenn sich die Eigentümer der Reihenhäuser zusammenschlössen, könnten sie Sanierungskosten sparen und Fördermittel nutzen.
Im ersten Schritt haben über 70 der etwa 300 Hauseigentümer Fragebögen zum Zustand ihrer Immobilien beantwortet. Damit ist Thoma zufrieden: „Wir können damit Rückschlüsse auf alle Gebäude ziehen.“ Die Auswertung läuft noch, am Ende sollen vier Mustersanierungskonzepte präsentiert werden. „So können Kosten und Nutzen abgewogen werden“, sagt Thoma. Denkbar seien etwa die Wärmedämmung der Kellerdecke, der Austausch von Fenstern oder eine Eigenstromversorgung.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung werden richtiges Heizen und Lüften sein. Denn nach einer Wärmedämmung gibt es häufig Probleme mit Schimmelbildung und sogar bauphysikalische Schäden. „Im Staren-, Meisen- und Amselweg ist das ein Thema“, so Thoma. Deshalb informiert Andrea Grimm von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein über die Unterschiede und das richtige Verhalten bei ungedämmten und gedämmten Bestandsgebäuden.

„Wir gehen von mehr als 70 Interessierten aus“, sagt Klimaschutzmanagerin Ulrike Lenz. Einige Häuser seien auch schon energetisch saniert worden. Am Ende stünden Musterkonzepte, von denen auch noch spätere Nachzügler über Jahre hinweg profitieren könnten. Die würden später auf den Internetseiten der Stadt eingestellt. Zum Ende der Info-Kampagne ist eine weitere Veranstaltung im Schützenhof im Frühjahr geplant 2017. Bis dahin sollen alle vier Musterkonzepte vorliegen.

Für städtische Liegenschaften wurde bereits vor zwei Jahren ein Sanierungsfahrplan aufgestellt. Vorrang haben Projekte mit dem größten Sparpotenzial. „Wir haben die Fassade des Kopernikus Gymnasiums gedämmt und bei allen Heizungsanlagen einen hydraulischen Abgleich ausgeführt und die Pumpen ausgetauscht“, so Lenz. Allein Letzteres führe zu Ersparnissen zwischen 5 und 15 Prozent. In den kommenden Jahren sind Nahwärmenetze für das Schulzentrum und fürs Freibad samt Eckhorst Gymnasium geplant. „Das bringt dann richtig was“, sagt sie.



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