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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Stormarner Wochenschau : Nehmen ist seeliger denn geben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

KuB-Führung, Klimaschutz und wilde Kreaturen

Tempelführung

Führungen durch das Odesloer KuB? Klar, auch gegen Geld, schließlich wird dafür was geboten. Aber doch nicht am Sonntag nach der zweitägigen Eröffnung des Kultur- und Bildungszentrums! Die lässt sich die Stadt knapp 40  000 Euro kosten, vor allem für Essen und Trinken. In welchem Verhältnis stehen dazu 3,50 Euro Eintritt? Rein sachlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, in der Wahrnehmung der Oldesloer ist das erste September-Wochenende aber das Wochender der KuB-Eröffnung. Und nach all den Querelen um Nutzer, Belegung, Kosten und Namensfindung die beste Chance, das alles vergessen zu machen und das Haus zu einem Teil Oldesloes werden zu lassen. Das mag angesichts von 3,50 Euro pathetisch übertrieben klingen, aber es ist immer nur ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Unser Karikaturist Götz Wiedenroth hat das KuB etwas überspitzt gleich ins GiB ungewandelt.

Achtung, Wild!

Und da sage noch einer, Stormarn ist für Touristen, Tagesgäste und Sehleute ein Niemandsland. Allein diese Woche beweist das Gegenteil. Eine Ringelnatter in einer Waschküche, ein Mäusebussard, der in einer Birke in den Seilen hängt, eine Horde Störche, die ein Hausdach als Startbahn für den Flug gen Süden auserkoren hat, und als i-Tüpfelchen ein australischer Python. Die 2,50 Meter lange und schenkel-dicke Würgeschlange mitten auf der Straße. Ist das nichts? Wo finden Sie in freier Wildbahn solch tierische Auswahl? Zudem ist auf dem kommunalpolitischen Feld der Elefant im Porzellanladen häufiger zu beobachten. Damit lässt sich doch Staat, pardon Kreis, machen. Das kann, nein, das muss man einfach touristisch ausschlachten. Das Motto könnte lauten: „Trauen Sie sich und kommen Sie vorbei. In Stormarn müssen Sie mit allem rechnen.“ Wohl wahr!

Glaub man

Irgendwie scheint Politik ja auch frustrierend zu sein. Da ist man Teil der Landesregierung und überzeugt, den Stein der Weisen gefunden zu haben. Aber es wollen einem partout nicht alle im Land folgen. Was macht man da? Neue Vorschriften! Den Klimaschutz, glaubt man in Kiel, bringt man voran, wenn man Landräte und Bürgermeister zu regelmäßigen Berichten verpflichtet. Und die Gleichberechtigung, wenn Gleichstellungsbeauftrage nicht mehr Teilzeit arbeiten dürfen. Wir glauben da eher an Symbol- und Klientelpolitik.
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erstellt am 21.Aug.2016 | 14:00 Uhr

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