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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 15:15 Uhr

Jersbek : Nach 15 Jahren steht der Doppelpack

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach dem Bürgerhaus in Timmerhorn hat jetzt auch Jersbek ein Gemeindezentrum. Endlich Platz für Feuerwehr, Theater- und Sportverein.

Ein Millionenprojekt in Jersbek ist so gut wie fertig. 1,1 Millionen Euro hat der Anbau für das Gemeindezentrum gekostet, der bei laufendem Betrieb erfolgte. Gestern wurde er offiziell eingeweiht, auch wenn der zweite Parkplatz noch im Bau ist. An der Steuerschraube habe man nicht drehen müssen, „wir konnten das Projekt durch Erlöse aus Grundstücksverkäufen finanzieren“, betonte Bürgermeister Herbert Sczech. Auch die Unterhaltung des Gebäudes sei aus laufenden Einnahmen gesichert. Mit der Erweiterung gebe es jetzt bessere Bedingungen, um das Gemeinschaftsgefühl im Dorf zu stärken.

Bei der Gebietsreform vor 38 Jahren hatten sich Jersbek, Klein Hansdorf und Timmerhorn zu einer Gemeinde zusammenschlossen. „Die geografische Lage unserer Ortsteile lässt ein Gemeindezentrum nur im Doppelpack zu“, sagte Sczech. Vor 15 Jahren entstand das Bürgerhaus in Timmerhorn. Mit dem Anbau in Jersbek sei eine Art Gleichgewicht für die Gemeinde heute 1800 Einwohner entstanden.

Besonders freuen sich der Sportverein SSV Jersbek und der plattdeutsche Theaterverein „Speel mit“ über die Erweiterung, denn die zusätzlichen 320 Quadratmeter Fläche kommen vor allem ihnen zugute. Aber auch die Ortswehr profitiert davon. „Die Aktiven können ihre Einsatzkleidung jetzt im Gemeindezentrum lagern“, sagt Sczech. Die Jersbeker seien eine der letzten Wehren gewesen, die ihre Montur zu Hause aufbewahrten.

Weil die Ortswehr im kommenden Jahr ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug erhält, wird am Gemeindezentrum noch eine zweite Garage gebaut. Werkstatt und Unterrichtsraum sind bereits fertig. Der Sportverein erhält einen neuen Trakt mit Umkleiden, Sanitärräumen, WCs und Duschen. „Auch eine Geschäftsstelle und unsere Wilfried-Spöring-Sportklause sind fertig“, sagte der SSV-Vorsitzende Bernd Rühter erfreut.

Seit den 80er hat sich Zahl der Mitglieder im Sportverein auf 370 mehr als verdoppelt. Auch ohne Mitgliedschaft können Jersbeker an seinen befristeten Kursen und Workshops teilnehmen. Von Aqua Fitness bis zu Zumba reicht das sportliche Angebot in den beiden Gemeindezentren. Zu Jahresbeginn starten neue Kurse.

Auf Plattdeutsch würdigte der Vorsitzende des Theatervereins „Speel mit“ die Erweiterung. „Wi freit uns, dat de Sool und de Bühn grötter worn sind“, so Horst Becker. Auch die Licht und Tontechnik seien für dörfliche Verhältnisse großartig. Nur die Kulissen hätten beim Anbau gelitten: „Unsere Polstermöbel wurden so verunreinigt, dass sie jetzt unbrauchbar sind.“ Die Handwerker hätten die Abdeckungen abgerissen, weil sie ihre Mittagspause auf den Polstern verbrachten.

Viele Gäste bestaunten die Fotowand mit historischen Bildern, die Wolfgang Burow zusammengestellt hatte. Sie erinnerte an den Tag des Baumes und die ehemalige Schule. Zwei stattliche Bäume pflanzte er mit Sczech und Rühter auf der Südseite des Gemeindezentrums. Elf Bäume hatten dem Anbau weichen müssen. „Wir haben bereits für Ersatzpflanzungen gesorgt“, so Sczech

Die Nutzungstermine fürs Gemeindezentrum und das Bürgerhaus werden jetzt neu festgelegt. Alle Vereine, Verbände und Interessengruppen können ihre Wünsche am Mittwoch, 2. November von 19 bis 20.30 Uhr im Bürgerhaus Timmerhorn anmelden. Der Termin im Ortsteil Jersbek ist Donnerstag, 10. November zur gleichen Zeit.

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