zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 12:54 Uhr

Mörderisches Maislabyrinth

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Toter gibt Ermittler Rätsel auf / Bevölkerung wird bei der Tätersuche dringend um Mithilfe gebeten

Die heile Welt in der Gemeinde Klein Hansdorf hat Risse bekommen. Ein Mord sorgt bei Jung und Alt für Entsetzen. Im idyllischen Maislabyrinth wurde eine unbekannte Leiche entdeckt. Was ist dort bloß geschehen?, fragen sich die Dorfbewohner geschockt. Gute Frage!

Doch die Antwort auf das Gewaltverbrechen im Irrgarten wird ohne die Mithilfe aus der Bevölkerung wohl noch lange auf sich warten lassen. Zwar befinden sich bereits einige Tatverdächtige im Fadenkreuz der Fahnder. Doch den rätselhaften Tathergang zu rekonstruieren, gestaltet sich äußerst schwierig. Deshalb sind kleine Detektive und große Ermittler aufgefordert, an den Ort des Verbrechens zu kommen und sich persönlich in die sechs Kilometer langen Irrwege des Labyrinths zu begeben, um dort die Spuren und Indizien zu prüfen und den Tatablauf zu rekonstruieren. „Es gilt mit Orientierungssinn und Kombinationsgabe den Täter zu überführen“, betont Inspektor Manni Maiskolben. Wird es gemeinsam gelingen, den Mörder oder die Killerin dingfest zu machen?

Kein leichtes Unterfangen, denn die Zeit drängt. Die „Galgenfrist“ beträgt gerade einmal neun Wochen: Nur vom 23. Juli bis zum 2. Oktober ist das kunstvoll in ein 70  000 Quadratmeter großes Maisfeld eingearbeitete Labyrinth mit seinen Irrwegen für die Öffentlichkeit zugänglich. Vielleicht hilft ja auch „Kommissar Zufall“.

    *****

Betreiber Karsten Eggert (47) realisiert seit 18 Jahren Labyrinthe in der Natur. „Lange habe ich an diesem Veranstaltungskonzept für das diesjährige Krimilabyrinth getüftelt. Ich bin mir todsicher, dass die allseits bekannte Faszination des Menschen am Abscheulichen viele Besucher lockt, um im Namen der Gerechtigkeit zu ermitteln.“

Der Irrgarten im Maisfeld wird garantiert den Orientierungssinn aller herausfordern. So etwa eine Stunde benötigt man für den Spaziergang durch das verzwickte Areal. Zielpunkt ist die Veranstaltungsfläche mitten im Mais. Sie ist der zentrale Ort für Begegnung und Entspannung mit Strandbar und Bistro. „Wer auf seinem Spazierweg dem Mörder auf die Spur kommen möchte, steht nicht nur inmitten eines Verwirr- und Konzentrationsspiels, sondern muss auch detektivisches Gespür, gepaart mit Kombinationsgabe und kriminaltechnischem Verständnis, mitbringen“, sagt Eggert. Daneben gebe es zahlreiche Highlights. Zum Beispiel ein Kinderprogramm mit Spiele-Angeboten – einige im XXL-Format – wie Jenga, 4-Gewinnt, Schach und Mühle. „Das Bistro hält die Ermittler am Leben“, so Eggert. Für Erwachsene bietet die Strandbar gehobene Entspannung. Auf der Veranstaltungsbühne zeigen Künstler ihr Können. Musikveranstaltungen, Vorführungen und Performance sowie die Gruselnächte runden das Projekt zu einem Gesamtkunstwerk ab: „Totgeschlagen wird hier nur die Zeit!“, sagt der Maisfeld-Bauer verschmitzt.

Freitags und sonnabends wird es mysteriös. Nachts bei völliger Dunkelheit können sich mutige Besucher ins Labyrinth wagen. Sonntags treibt der Mörder im Maisfeld sein Unwesen. Plötzlich kreuzt er die Irrwege und sorgt für Gänsehaut!

zur Startseite

von
erstellt am 15.Jul.2016 | 10:04 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen