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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 17:28 Uhr

Stormarner Wochenschau : Möge die Macht mit Ihnen sein ...

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vereidigt – verklärt – verbremst – verrechnet: Eine Woche, die es wieder einmal in sich hatte.

Vereidigt:

Neue Besen kehren gut, heißt es. Das muss sich in diesem Fall erst noch bewahrheiten. Den markigen Wahlkampf-Worten müssen nun Taten folgen. Daran wird sich die am Mittwochabend im Stadtparlament vereidigte neue und 1. Bürgermeisterin Bargteheides, Birte Kruse-Gobrecht, messen lassen müssen. Und die Messlatte liegt hoch. Vorgänger Henning Görtz, der sich als neuer Landrat gleichfalls bewähren muss, hat in seiner siebenjährigen Verwaltungs-Regentschaft besonnen, ruhig und mit Augenmaß zahlreiche Duftnoten gesetzt – zum Wohle der Stadt. Er hat den Weg ausgebaut, den Vorgänger Werner Mitsch erfolgreich angelegt hat. Jetzt liegt der weitere „Fortschritt“ bei Birte Kruse-Gobrecht – und, klar, bei der Politik. Ohne die läuft nichts. Es ist Chance wie Herausforderung. Bleibt zu hoffen, dass die bisherige fruchtbare Zusammenarbeit für das Gemeinwohl weiter anhält. Glück auf, neue Bürgermeisterin. Möge die Macht mit Ihnen sein ... ab Dienstbeginn 15. September im Rathaus.

Verklärt

: Das ging nach hinten los. „Das“ – das war die Matinee des neuen Vereins für das Kleine Theater am vergangenen Sonntag. Klar, aller Anfang ist schwer. Doch was den Zuschauern zugemutet wurde, war – bis auf die Darbietungen der Profis und Theatertalente, die begeisterten – kein Ruhmesblatt. Noch dazu die Hommage an Kirsten Martensen zwei Jahre! nach deren Ableben. Das war einfach zu viel des Guten. Es ist unbestritten: Kirsten Martensen hat sich für das Theater aufgerieben und sich für Bargteheide mehr als verdient gemacht. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber man sollte bei aller Wertschätzung nicht vergessen, dass es auch unter ihrer Ägide nicht immer nur Friede, Freude, Eierkuchen gab, sondern ein ums andere Mal auch mächtig Theater hinten den Kulissen. Möge sie in Frieden ruhen. Und möge dem Verein in Zukunft ein glücklicheres Händchen beschieden sein und er unbelastet in die Zukunft steuern.

Verbremst

: An dieser Stelle sei mal Redaktionsinternes verraten: Es ist ein Streit unter den Kollegen entbrannt, wer im kommenden Jahr zum Seifenkistenrennen auf dem Travering geht. Laut Kalkulation sind mehr als 1400 Euro für die Beköstigung von Vips und Presse vorgesehen. Solche Termine schmecken uns.

Aber Spaß beiseite. Die Idee, auf dem Travering ein Seifenkistenrennen zu veranstalten ist so gut, dass man sich fragt: Warum ist da nicht schon längst jemand drauf gekommen? Endlich! Aber muss man das dann wirklich so teuer rechnen, dass unterm Strich 25  000 Euro stehen? Geht’s nicht auch eine Nummer kleiner? Man mag fast sogar sagen, realistischer? 10  000 Euro ist nämlich eine Menge Holz. Das gilt auch für das Konzert von Jeden Tag Silvester in der Stormarnhalle. Die Oldesloer Vorzeigeband ist dieses Jahr schon drei Mal in ihrer Heimatstadt aufgetreten. Beim THC-Jubiläum und beim Stadtfest hing die Stadt schon ordentlich über Zuschüsse mit drin. Und jetzt noch mal 5000 Euro? Vielleicht sollte man da mal über Aufwand und Nutzen nachdenken. Die Verwaltung hat sich die Sache einfach gemacht und der Politik Zustimmung bei leicht gekürzten Beträgen empfohlen. Keine Begründung, warum die Fördersumme nun genau so hoch sein sollte, wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Keine Erläuterungen nichts. Nur der Hinweis, die Förderung entspreche dem Leitbild. Na super. Das Geld ist da, also können wir es bedenkenlos raushauen. Da wird der Schwarze Peter galant an Politik weitergereicht.

Verrechnet?

Man, das ging ja schnell. Im Rekordtempo hatten die Mitglieder des Oldesloer Sozialausschusses ihre Tagesordnung abgearbeitet. Inklusive Haushaltsberatungen für 2017. Da kann man sich schon mal verwundert die Augen reiben. Haben wirklich alle gelesen, was sie da an Geldern fürs kommende Jahr bewilligt haben? Vielleicht kommen die großen Streichlisten ja erst bei der Haushaltsklausur auf den Tisch. Erfahrungsgemäß ist dann weniger Publikum.
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von
erstellt am 11.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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