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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Mit der ganzen Familie zu Indie- und Electro-Pop

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Manchmal, wenn man gegenüber Beteiligten des Bandfestivals Bargfeld-Stegen äußert, dass ihre Veranstaltung im Prinzip gar kein klassisches Bansdfestival ist, schauen sie einen etwas vorwurfsvoll oder enttäuscht an.

Dabei ist diese Feststellung treffend und auch durchaus positiv zu verstehen. Denn das sympathische Festival bewies auch bei seiner neunten Auflage, dass es über die Jahre eine hohe Eigenständigkeit entwickelt hat, die man sehr schätzen kann und die über ein Rockevent hinausgeht. Auf keinem anderen Musikfestival können zeitweise bis zu 25 Kinder auf dem Bühnenrand sitzen und ungestört den mal rockigen, mal eher poppigen Bands lauschen, nirgendwo sonst ist die Familiendichte so hoch in der Zuhörerschaft und wohl kaum ein anderes Musikfestival kann gleichzeitig so viel Dorffestcharakter haben und trotzdem nicht uncool sein. Wie viele Fans die Veranstaltung hat, zeigte sich auch an dem Zuschaueraufkommen trotz des regnerischen Wetters.

Dass die Orga auf Qualität setzt, zeigte sich zum Bespiel bei den Bluesrockern von „Jail Job Eve“, die mit Sängerin Victoria Semel der musikalische Höhepunkt des Freitagabends waren. Sonnabend kam mit den Kleinstadtpionieren aus Bad Oldesloe die in diesem Jahr rauheste Indie-Rock-Seite zum Zug. „Peilsender“ aus Bayern feierten anschließend ihr Bargfeld-Bandfestival-Comeback und die Electro-Indie-Pop-Combo „The Light“ aus Berlin setzte einen würdigen und musikalisch eigenständigen Schlusspunkt.

Vor allem der Sonnabend hatte leider stark mit dem Wetter zu kämpfen. Doch die Fans feierten im kühlen Sommer-Nieselregen einfach weiter.

„Wir können sehr zufrieden sein. Natürlich war das jetzt kein Rekordbesuch, aber der Platz war sehr gut gefüllt. Wenn man auf die schlechtere Wetterprognose schaut, hatten wir doch noch echt Glück“, so Dirk Feuerer aus dem Festivalteam.  

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erstellt am 17.Jul.2016 | 18:47 Uhr

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