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Stormarner Wochenschau : Menschen – Tiere – Irritationen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Pflaster fürs Pflaster, des Pudels Kern, und doch mehr geht nicht ...

Mehr geht nicht

: Der Berg kreiste und gebar eine Maus. Viel mehr ist von der Idee einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft nicht übrig geblieben. Aber vermutlich konnte das auch gar nicht anders sein. So gut gemeint der Ansatz war, sich um den Bau von mehr und preiswerten Wohnungen zu kümmern, so wenig Mittel dazu hat der Kreis in der Hand. Und wie hätte man die Kommunen auch locken sollen? Mit Geld, das man den Städten und Gemeinden vorher mit der Kreisumlage abgenommen hat? Und wer hätte entscheiden sollen, wo investiert wird? Der Kreis sicher nicht, denn die Planungshoheit liegt bei den Kommunen. Für Baugebiete braucht man Land, das nicht zu teuer sein darf. Man muss den politischen Willen und die politische Mehrheit haben, denn in Stormarn sorgt fast jedes Neubaugebiet für Protest. Insofern ist der Vorschlag, dass bestimmte Wohnungsbauunternehmen aus der Region Partner der Kommunen werden und preisgünstige Wohnungen nicht nur bauen, sondern auch über Jahrzehnte verwalten, wohl der einzig mögliche Weg.

Natürlich könnte auch jetzt schon jede Stadt, jede Gemeinde mit einer der Gesellschaften zusammenarbeiten. Die Initiative des Kreises hat aber dafür gesorgt, dass dieses Thema bei den Verantwortlichen viel stärker ins Bewusstsein gedrungen ist. Das ist auch nötig: Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist groß.

Pflaster fürs Pflaster:

Das war vorhersehbar: Kaum soll eine Straße saniert werden, stehen die Anlieger auf der Matte. Es geht ja auch um jede Menge Geld. Klar kommen dann die üblichen Argumente: Tut doch noch gar nicht nötig. Es reicht doch völlig, da mal was auszubessern … (siehe dazu auch unsere Karikatur). Jaja, kennen wir alles. Ausbaubeiträge sind aber auch ein Ärgernis. Eine „Straßenbausteuer“ wäre trotzdem keine Lösung. So sicher wie das Amen in der Kirche enterten auch dann die Anlieger den Bauausschuss. Aber unter umgekehrten Vorzeichen. „Unsere Straße muss dringend gemacht werden – schließlich bezahlen wir ja dafür.“ Dabei ist es alles so einfach. Die Stadt hat extra ein Pavement Management System (PMS). Darin sind eigentlich Alter, Zustand und Nutzung jeder Straße erfasst. Das erlaubt es, Straßen objektiv zu bewerten und die Mittel besonders wirtschaftlich einzusetzen – dank Computerunterstützung. Das ist dringend nötig, denn die Stadt investiert weniger Geld in den Erhalt der Straßen als aufgrund des Zustands nötig wäre. Eine permanente Mangelverwaltung. Die Einschränkung „eigentlich“ ist nötig, weil ausgerechnet die Wirtschaftswege darüber nicht verwaltet werden. Aber sie wurden 2012 nach PMS-Kriterien untersucht. Von daher kann man davon ausgehen, dass die Auswahl zu sanierender Straßen nach den festgesetzten Maßstäben erfolgt. Das ist weder Hexenwerk noch Mauschelei. Das muss man einfach wissen.

Des Pudels Kern:

Da hätten zweifelsohne schon Rin Tin Tin, Susi & Strolchi, Lassie, Idefix und Co. ihre tierische Freude gehabt. In Bargteheide hat das 1. Dog-Diner (Hunde-Restaurant) eröffnet. Ein Leckerli-Lokal? Genau! Was der eine oder die andere wohl für ’ne Schnapsidee hält, ist auf jeden Fall eine Marktlücke, bei der alle Seiten auf ihre Kosten kommen können. Hund und Halter und die Chefin des Schlemmer-Bistros in den Bahnhofsarkaden ebenso.

Sie hat – aus der Not geboren – für Zwei- und Vierbeiner ein ganz neues Tor aufgestoßen, das bei näherer Betrachtung seine Berechtigung hat. Denn nicht nur der Mensch hat seine Wehwehchen, leidet an Allergien und Unverträglichkeiten. Vielen Bellos und Fiffis geht es genauso. Da ist guter Rat teuer, um das gebeutelte Hundeleben wieder in die Spur zu bringen. Beispielsweise mit gesunden, ausgewogenen und speziell auf den Vierbeiner abgestimmten Mahlzeiten. Die täglich wechselnden Menüs werden von der ausgebildeten Ernährungsberaterin für Hund und Katz selbst angemixt. Kein Billig-Futter aus dem Discounter-Regal, bei dem einem schon beim Aufmachen der Dose speiübel wird. Hier bekommt des Deutschen liebster Freund die Nahrung, die er wirklich braucht und verdient. Währenddessen lassen sich Frauchen und Herrchen bei einer Tasse Kaffee beraten, kommen mit anderen Tierfreunden ins Gespräch, knüpfen Kontakte, sind beim Rausgehen schlauer als zuvor und fühlen sich vielleicht ja genauso pudelwohl wie das Tier. Da fällt mir der Filmtitel: „Hunde, wollt ihr ewig leben“ ein. Vielleicht nicht ewig, aber doch länger. Das könnte jetzt – dank guter Kost – klappen. Hunde, haut rein – Wuff!

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