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Stormarner Tageblatt

26. Februar 2017 | 15:52 Uhr

Bad Oldesloe : Mehr Geld für Hilfsprojekt der Johanniter in Jordanien

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stärkere Unterstützung durch den Kirchenkreis: Die Spendenbereitschaft ist dermaßen „fantastisch“, dass über eine Fortsetzung beraten wird.

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg kann das Hilfsprojekt der Johanniter in Jordanien stärker unterstützen als gedacht. „Der Spendenrücklauf ist fantastisch“, sagt Sprecherin Micaela Morgenthum. Für die Versorgung von syrischen Flüchtlingsfamilien in Jordanien hatte die Synode 75  000 Euro genehmigt. 50  000 Euro wurden als Soforthilfe zur Verfügung gestellt, die restlichen 25  000 Euro sollte es geben, wenn die gleiche Summe noch mal durch Spenden zusammen kommt.

„Das ist mehr als geglückt“, sagt Micaela Morgenthum. Bis jetzt sind rund 29  000 Euro auf das Spendenkonto geflossen, so dass mit weiteren 25  000 Euro des Kirchenkreises das Geld für eine zweite Sendung von Care-Paketen bereitsteht.

In Irbid, im Grenzgebiet zu Syrien, versorgt die Johanniter-Auslandshilfe Flüchtlinge, die in jordanischen Familien leben, mit Lebensmitteln. Mehl, Reis, Öl, Zucker, Nudeln, Linsen und Salz werden entsprechend den Bedürfnissen von einer ehrenamtlichen Studenteninitiative syrischer Flüchtlinge in Amman gepackt. Ein Care-Paket wiegt 50 Kilogramm, kostet umgerechnet gut 50 Euro und reicht einer fünf- bis sechsköpfigen Familie für vier bis sechs Wochen. Nach jordanischem Recht muss jedes Projekt einen Anteil von einem Drittel Jordanier haben, so dass die etwa 300 jordanischen Gastfamilien ebenfalls Pakete erhalten.

Auf der Synoden-Tagung am morgigen Mittwoch wird Jens Schwalb von den Johannitern von dem Projekt im Nahen Osten berichten. „Wir hoffen, dass die Synode zustimmt, den Spendenaufruf fortzusetzen“, sagt Micaela Morgenthum, „für dieses Jahr sind die Care-Pakete ja gesichert.“ Um Geld geht es trotzdem. Jens Schwalb will auch das Projekts „child friendly“ vorstellen. Zurzeit betreuen die Johanniter 400 traumatisierte Flüchtlingskinder in sicheren Räumen, würden es aber gern auf 1000 Kinder ausweiten, weil der Bedarf so groß ist.

Der Kirchenkreisrat schlägt der Synode vor, dafür die Hälfte der 50  000 Euro zur Verfügung zu stellen, die für die Flüchtlingshilfe in den Kirchengemeinden gedacht waren. „Bislang wurden davon nur etwa 2000 Euro abgerufen“, so Micaela Morgenthum, „in den Gemeinden funktioniert es auf ehrenamtlicher Basis auch so, und 23  000 Euro würden ja weiter zur Verfügung stehen.“ Eröffnet wird die Tagung um 18 Uhr mit einer Andacht von Propst Erich Faehling im Haus der Diakonie in Preetz. Dabei wird auch der bisherige Referent für Öffentlichkeitsarbeit verabschiedet. Pastor Wolfgang Stahnke übernimmt die Stelle des Krankenhausseelsorgers in Bad Oldesloe. Nachfolger ist Daniel Neitzke.

In der Tagung wollen die Synodalen auch die eigene Arbeit im Kirchenkreis Plön-Segeberg reflektieren, zu dem auch die Kirchengemeinde im Norden Stormarns zählt. Die Diskussion unter dem Motto „Rückblick und Perspektive“ wird von Pastor Stephan Pohl moderiert.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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