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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Leistungsdruck im Lübecker Orchester

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Um Orchestermitglied zu werden, muss man sich erst bewerben und wird dann zum Vorspielen eingeladen. Alle Bewerber spielen in Begleitung eines vorher unbekannten Pianisten. Dabei beurteilen alle 60 Mitglieder des Orchesters das Gespielte, wobei die Fachgruppe entscheidet, wer von den 30 bis 40 Bewerbern gut ins Ensemble passt. Nachdem man dies überstanden hat und aufgenommen ist, gibt es nur noch ein ,,Bewährungsjahr“, in dem man sich möglichst gut in die Gruppe integrieren muss. Die Hornistin Cosima Schneider erzählt von ihrer eigenen Aufnahme offen und voller Freude.

Jeder Musiker erhält monatliches Instrumentengeld, um Schäden am Instrument zu reparieren und es zu pflegen. Es gibt auch sieben Euro Kleidergeld pro Theaterstück, bei denen die Männer einen schwarzen Anzug und ein weißes Hemd tragen und die Frauen ganz in schwarz gekleidet sind.

Die notwendigen Übungszeiten unterscheiden sich je nach Instrument. Vor einer Premiere werden etwa 13 Proben benötigt.

„Manchmal müssen wir uns Spieler aus anderen Orchestern borgen; die benötigte Anzahl der jeweiligen Instrumente ist unterschiedlich. Für jede Probe bekommen die Aushilfen 80 bis 90 Euro. Die Hauptarbeitszeiten fallen meist auf das Wochenende“, erzählt Cosima Schneider. „Wie nervös man vor der Aufführung ist, variiert. Es kann auch sein, dass die Nervosität vor jeder Vorführung größer wird, da man natürlich immer eine korrekte Darstellung bringen muss. Viele Musiker werden durch die ständige Belastung der Ohren im hohen Alter schwerhörig.“

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