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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 03:02 Uhr

Ahrensburg : Kunden erleben ihr blaues Wunder

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Politik gewährt einen Zuschuss für die Blue Night und kritisiert mangelnden Fortschritt beim Stadtmarketing.

Die Idee ist nicht neu. Nach Ettingen, Kaufbeuren und Hamburg – um ein paar Beispiele zu nennen – wird es auch in Ahrensburg ein Shopping-Erlebnis der besonderen Art geben: „Blue Night Ahrensburg“, Einkaufen bis 23 Uhr in der blau illuminierten Innenstadt, dazu laden am Sonnabend, 26. November, dem 1. Advent, unter anderem das Ahrensburger Stadtforum und die Dehoga Schleswig-Holstein ein.

Der Weg zu dieser Veranstaltung war, zumindest im Hauptausschuss am Montagabend, allerdings eher steinig. Der „Runde Tisch“ Innenstadt hatte beantragt, von den 50  000 Euro Etat für das Stadtmarketing einen Betrag von 17    500 Euro für das Kulturprogramm freizugeben. Die Gesamtkosten der blauen Nacht werden mit 36  000 Euro kalkuliert, davon übernehmen die Gewerbetreibenden 18  500 Euro.

„Das Stadtmarketing hat jetzt eine Aktion vorgelegt, aber immer noch kein fertiges Gesamtkonzept“, kritisierte Christian Schubbert-von Hobe (Grüne). Jürgen Eckert (SPD) wollte den Förderbeitrag auf maximal 12  000 Euro begrenzen. Thomas Bellizzi (FDP) sprach von einer durchgeplanten Veranstaltung: „Wir sollten unsere Geschäftsleute unterstützen, immerhin tragen auch sie zu den inzwischen gestiegenen Steuereinnahmen bei.“

Für Roland Wilde (CDU) wäre die „Blue Night“ ein „hervorragendes Vehikel, das Ahrensburg nach vorne bringt“. Auch Doris Brandt (CDU) befürwortete die Aktion, mahnte zugleich aber an, endlich ein Gesamtkonzept Stadtmarketing vorzustellen, „nicht erst in drei Jahren, sondern zeitnah.“ Mit sechs Ja- bei zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung wurde die „Blue Night“ schließlich gebilligt. Indirekt wurde damit erneut Kritik am schleppenden Fortgang eines Ahrensburger Stadtmarketing-Konzepts laut, für das die frühere Bauamtsleiterin Angelika Andres federführend verantwortlich ist. Die Schräglage des Fachbereichs wurde zudem dadurch verdeutlicht, dass Angelika Andres nicht an der Sitzung teilnahm – was Bürgermeister Michael Sarach „bedauerlich“ fand, mehr nicht.

Ahrensburgs Innenstadt und die Geschäfte sollen am 26. November in der Zeit von 15 bis 23 Uhr im blauen Winterlicht strahlen – zudem werden der Bahnhof, das Rathaus und die Fassaden des Kaufhauses Nessler und des CCA blau illuminiert. Institutionen, Vereine und Verbände sollen sich an der „Blue Night Ahrensburg“ beteiligen, zudem ist ein Kleinkunst-Programm geplant. Gastronomie und Geschäfte sollen spezielle Sonderangebote für diesen Tag anbieten.

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