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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 11:38 Uhr

Kulturprüfsteine für Kandidaten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das eingeschlafene Oldesloer Kulturnetzwerk – aus dem der Kub-Arbeitskreis hervorgegangen war – traf sich nach mehrjähriger Pause wieder. Weil sich die vier Oldesloer Bürgermeisterkandidaten für die Wahl am 5. Juni bisher kaum zum Thema Kultur in Bad Oldesloe geäußert haben. Deshalb sollten Prüfsteine entwickelt werden.

Da auch bei der offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt mit RSH-Moderator Carsten Kock in der Festhalle das Thema Kultur keinen großen Raum einnehmen soll, trafen sich nach Rücksprache mit Kulturmanagerin Inken Kautter Ehrenamtler, um „Prüfsteine“ in Form eines Fragenkatalogs zu formulieren. Dieser soll den Bewerbern jetzt zugeschickt werden.

Kautter selbst nahm an der Erarbeitung nicht teil. „ Ich finde ich es immer gut, wenn Kulturschaffende an einen Tisch kommen, außerdem zeigt sich so, ob das Kulturnetzwerk neu belebt werden kann. Es ist wichtig, dass die Interessen dieser Ehrenamtler und Künstler eine Rolle im Wahlkampf spielen und dem zukünftigen Bürgermeister bekannt sind“, so Kautter.

Bei der kurzen Suche nach Gründen für das Scheitern des ursprünglichen Netzwerks wurde man sich nicht final einig. Einer der wesentlichen Punkte sei die lange Entwicklungs- und Bauphase des Kubs. Außerdem seien die administrativen Arbeiten wie Listen führen oder Protokolle schreiben zu sehr an einzelnen Personen hängen geblieben.

„Ich lasse mich überraschen was passiert. Ich fand die Treffen mit Inken Kautter in letzter Zeit nett. Ob das Kulturnetzwerk abseits solcher konkreten Treffen besser funktioniert als früher, weiß ich nicht“, sagte Künstler Hardy Fürstenau. „Wir wollen vor allem erstmal diese Prüfsteine für die Kandidaten auf den Weg bringen“, ergänzte Ilona Rehme. Schnell wurden gemeinsame Interessen deutlich: Fördergelder, Nutzungskosten für städtische Gebäude und die Frage nach dem Stellenwert der Kultur allgemein, aber auch als Wirtschaftsfaktor. Bis hin zur Frage, wo Schwerpunkte gesetzt werden sollten.

Die Vertreter der Musikszene äußerten ihre Sorge über das Wegbrechen von Auftrittsmöglichkeiten für Bands, die bildenden Künstler bemängelten die geringe Anzahl an Ausstellungsorten und hoffen auf Lösungen. Auch die Frage nach der Zukunft eines Kinos in Bad Oldesloe und der Festhalle wurde in den Katalog aufgenommen und die Diskussion über eine Ehrenamtskarte wird ebenfalls wieder neu aufgewärmt.

 

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erstellt am 30.Apr.2016 | 16:29 Uhr

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