zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 18:22 Uhr

Bad Oldesloe : KuB: Die Führungen kosten 3,50 Euro

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Am verkaufsoffenen Sonntag in Bad Oldesloe ist die Eröffnungsparty vorbei ...

Am ersten September-Wochenende wird das Kultur- und Bildungszentrum eröffnet. Am Freitagabend steht die offizielle KuB-Einweihung mit Reden, Musik und Feier auf dem Programm, Sonnabend um 11 Uhr wird das rote Band durchtrennt. Bis 16 Uhr steht das Gebäude offen, in dem sich die Nutzer mit Aktivitäten von Lach-Yoga über Theaterwerkstatt bis zur Jam-Session vorstellen. Am Sonntag ist die Eröffnungsparty vorbei. An dem Tag werden KuB-Führungen angeboten – Eintritt 3,50 Euro.

„Was soll das denn?“, wundert sich auch Bürgermeister Tassilo von Bary. „Die Führungen gehören nicht mehr zum Eröffnungsprogramm“, sagt Kulturmanagerin Inken Kautter. Da es Kaffee, Kekse und ein kleines Programm mit der Oldesloer Bühne und Stadtführerin Sieglinde Demiss-Voigtmann gebe, sei ein Beitrag gerechtfertigt. Historisch erklärt sich der Eintritt durchaus logisch. „Die Verbrauchergemeinschaft hatte angefragt, ob wir nicht eine Führung anbieten können. Sie haben selbst 3,50 Euro vorgeschlagen“, so Inken Kautter.

Die beiden Termine waren sofort ausgebucht. „Da wollten wir es auch für alle andere anbieten“, so die Kulturmanagerin, „aber es kann natürlich nicht sein, dass die, die das Ganze angeregt haben, die einzigen sind, die am Ende dafür bezahlen.“

Die Argumentation ist nachvollziehbar, aber musste das am Tag nach der Eröffnung sein, zumal der Sonntag verkaufsoffen ist und mit KuB-Führungen geworben wurde? „Sie haben nichts mit der Eröffnung zu tun. Irgendwann muss man mit dem kostenpflichtigen Programm anfangen“, sagt Inken Kautter.

Zwölf Millionen Euro hat das Oldesloer Kultur- und Bildungszentrum gekostet, knapp 40 Prozent mehr als nach den ersten Schätzungen. 40  000 Euro hat die Stadt für die zweitägige Eröffnung zur Verfügung gestellt, die offizielle Feier am Freitagabend mit Essen, Trinken, Musik und einer Gala für geladene Gäste, zu denen fast die komplette Stadtverwaltung gehört. Zudem wurde ein Film produziert, in dem sich die Nutzer vorstellen.

Am Sonnabend reicht der städtische Zuschuss immerhin noch für familienfreundliche Preise an Foodtrucks und Ständen. Zudem müssen Security und ein paar Künstler bezahlt werden. Die meisten Nutzer des KuB steuern ihre Angebote ehrenamtlich bei.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Aug.2016 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen