zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:38 Uhr

Krippenplätze müssen her – aber wo?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Trittauer Verwaltung solle die Möglichkeiten und Kosten einer provisorischen Betreuung von Krippenkindern prüfen. Diesen Auftrag erteilten die Gemeindevertreter Bürgermeister Oliver Mesch. Der Hintergrund: Trittau plant den Neubau einer Kindertagesstätte im Süden des Ortes, um eine Häufung in der Mitte und im Norden zu vermeiden. Vorgesehen war der Standort Lessingstraße, zurzeit ein Bolzplatz. Der Sozial-, Sport- und Kulturausschuss (SSK) sprach sich vor knapp einem Jahr einstimmig für diesen Standort aus, die Bauleitplanung (B-Plan Nr. 8) wurde eingeleitet. Inzwischen ist das Projekt aber politisch umstritten. Die Anlieger fürchten ein Verkehrschaos in den engen Wohnstraßen und bemängeln den Wegfall des Bolzplatzes. Geplant ist daher alternativ eine Zuwegung über die Hamburger Straße.

Im Juni verabschiedete die Gemeindevertretung den Entwurf- und Auslegungsbeschluss für den B-Plan Nr. 8, zu dem es während der Auslegung viele Einwände von Bürgern gab. „Es wird eine Zeit dauern, das im Verfahren abzuarbeiten, aber wir brauchen dringend Krippenplätze“, so Bürgermeister Oliver Mesch. Der geplante Eröffnungstermin einer Kita zum August 2017 wird nicht zu halten sein. Daher beschloss der SSK im Mai, der Bürgermeister möge sich um Containerplätze für drei Krippengruppen bemühen. Sowohl dieser Beschluss als auch der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurden mit knapper Mehrheit gefasst. Einig sind sich alle Politiker, dass kurzfristig Plätze bereit gestellt werden müssen. Sabine Paap (Grüne) möchte dafür aber nicht noch extra Geld ausgeben: „Ich bin grundsätzlich gegen ein Provisorium.“ Der neue Prüfauftrag soll ergebnisoffen sein und kurzfristig Möglichkeiten wie die Anmietung von Räumen, Kooperation mit Tagesmüttern oder kitaähnliche Einrichtungen eruieren, damit die Politiker eine Entscheidung treffen können. Das B-Planverfahren läuft parallel weiter.

Auch die Verkehrssituation im Herrenruhmweg soll untersucht werden. Die Abbiegesituation zur Schulstraße ist unklar. Es hat einen schweren Unfall gegeben. Bei der Jahresrechnung 2015 bemängelte der Rechnungsprüfungsausschuss fehlende Belege, was aber aufgeklärt werden konnte. Das Gemeindeprüfungsamt habe der Verwaltung gute Arbeit bescheinigt, sagte Mesch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen