zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 05:45 Uhr

Sperre abgesessen : Kapitän zurück an Bord

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fußball-Regionalligist VfB Lübeck kann im Duell mit Vizemeister VfB Oldenburg wieder auf Dennis Wehrendt setzen.

Der gelungene Saisonstart sorgt für eine lockere Stimmung bei Fußball-Regionalligist VfB Lübeck. Nach dem überzeugenden 3:1-Sieg gegen Eintracht Norderstedt flachste Dennis Wehrendt: „Ich kann mich jetzt ja auf mein Altenteil begeben und mich um andere Dinge kümmern.“ Denn auch ohne den in dieser Partie gesperrten Kapitän meisterten die Kicker von der Lohmühle die Aufgabe mit Bravour. Natürlich wird Wehrendt seine Karriere noch nicht beenden – der Polizeiobermeister wird stattdessen im nächsten spiel beim VfB Oldenburg (Sonntag, 15 Uhr) wieder ins Team zurückkehren, um der mit sechs Gegentoren besten Defensive der Regionalliga weitere Stabilität zu verleihen.

Gute Laune bricht sich bei Wehrendt auch beim Blick auf das Personal des Kontrahenten Bahn. Dort stehen mit Trainer Dietmar Hirsch und Stürmer Christopher Kramer zwei ehemalige Lübecker im Team. Eine besondere Brisanz sieht Wehrendt deshalb aber nicht. „Geschenke verteilen wir ohnehin nicht. Weder für Dietmar, mit dem ich ja noch in der 3. Liga zusammen gespielt habe, noch für Christopher, der vergangene Saison noch bei uns aktiv war“, betont der Kapitän.

Für positive Stimmung sorgt auch die Paarung an sich – zwei so genannte Traditionsvereine, die viele Zuschauern ins Stadion locken dürften. Obendrein wurden die Oldenburger in der vergangenen Spielzeit Vizemeister. Mit so einem Gegner misst man sich gern, wie auch Maurice Maletzki betont, der aber warnt: „Wir wissen, dass 90 Prozent nicht reichen in der vierten Liga – man muss immer an seine Grenzen gehen. Deshalb müssen wir es konstant hinbekommen, in der Defensive immer kompakt zu stehen und uns dadurch Sicherheit holen.“ Das gelte grundsätzlich – unabhängig davon, ob der Gegner nun Oldenburg heiße: „Wenn bei uns weiterhin jeder für jeden kämpft und mitarbeitet, werden wir auch die erhofften Punkte einfahren. Ob das dann spielerisch immer so gut aussieht wie gegen Norderstedt, ist mir egal. Hauptsache wir gewinnen im Kollektiv und setzen unseren Weg fort.“

Wo dieser Weg hinführen könnte, kann Maletzki noch nicht abschätzen. Lediglich zwei Varianten schließt er aus. „Mit den unteren Tabellenregionen werden wir wohl nichts zu tun bekommen. Mit ganz oben, wo Meppen vorwegmarschiert, im Moment wohl aber eher auch nicht.“

Mit drei Punkten beim VfB Oldenburg allerdings könnte der VfB seine Ausgangslage weiter verbessern. Kapitän Dennis Wehrendt hätte nichts dagegen. „Ich glaube an drei Punkte“, betont der 29-Jährige: „Ich weiß aber, dass wir dafür alles in die Waagschale werfen müssen. Oldenburg ist ins Rollen gekommen – wenn wir uns aber so präsentieren wie zuletzt beim 1:0 in Lüneburg oder gegen Norderstedt, ist mir nicht bange.“ Zumal sich die Personallage bei den Lübeckern etwas entspannt. Mit Andreas Gomig, Kubilay Büyükdemir – und Wehrendt selbst – stehen Trainer Rolf Landerl weitere Alternativen zur Verfügung. Für seine Verhältnisse kann der VfB schon fast aus dem Vollen schöpfen. Sicherlich auch ein Grund für die gute Stimmung momentan.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen