zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 19:46 Uhr

Stormarner Wochenschau : Immerhin da ist alles klar

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Wasser gibt es überall, Zukunft auch. Man weiß nur nicht, wie sie ausfällt.

Lesenswert

Lebensqualität als wichtigster Standortfaktor, Differenzierte Raumbetrachtung, Bildungsqualität stärken und Zugänge ausbauen, Wirtschaftliche Basis stärken und neue Felder profilieren, heute die Verkehrspolitik von morgen denken, natürliche Lebensgrundlagen schützen und nutzen, Vernetzung und Kooperationen ausbauen, Schleswig-Holstein als Zuwanderungsland gestalten – das sind die neun strategischen Leitlinien im Grünbuch des Landes, aus dem ein Weißbuch zur Entwicklungsstrategie 2030 werden soll. Das begann eigentlich schon 2013, das Grünbuch liegt aber erst seit dem Frühjahr vor. Und hatte die Kreispolitik überrascht, weil nur die Verwaltung, aber nicht sie Stellung dazu nehmen konnten, obwohl aus dem Grünbuch konkrete Handlungsansätze für die Landesregierung erwachsen sollen. „Gemeinsam Zukunft im echten Norden gestalten“ überschrieb Ministerpräsident Torsten Albig sein Vorwort. Dass sie nicht damit gemeint waren, ärgerte die Politiker. Zu Recht, schließlich haben sie die Orts- und Detailkenntnisse, wenn es um die Zukunft ihrer Region geht. Politik sollte allerdings nicht mit dem Ärgern aufhören, sondern beginnen. Gut, dass der Hauptausschuss den Chef der Kieler Staatskanzlei eingeladen hatte, um über das Grünbuch und Stormarner Anforderungen zu diskutieren. Thomas Losse-Müller hatte aber leichtes Spiel. Man müsse dieses und jenes neu denken, sagte er so allgemein wie unverbindlich. Das darf er, nur hätte er damit nicht durchkommen dürfen. Kritische und konkrete Nachfragen blieben die Ausnahme. Offenbar hatte kaum jemand das Grünbuch gelesen. Wo man sich vorher so aufgeregt hat, dass man keines haben sollte.

Ehrenwert

Oldesloes neuer Bürgermeister ist noch nicht im Amt, aber Jörg Lembke weiß schon jetzt, dass er zwar als Repräsentant, aber auf eigene Kosten in die israelische Partnerstadt Beer Yaacov reisen soll. Herzlichen Glückwunsch an den Hauptausschuss für diese mutige Sparentscheidung! Man sollte aber noch ein paar Schritte weitergehen. Sollten nicht alle, die mit Zuschuss in eine Partnerstadt reisen, erstmal ihre und die Einkommensverhältnisse ihres Partners offenlegen? Am besten auch alle Stadtpolitiker, damit man weiß, wer überhaupt Sitzungsgeld und Aufwandsentschädigungen verdient hat. Ist die Tätigkeit als Bürgerworthalter oder Fraktionsvorsitzende nicht sowieso schon Erfüllung genug? Und angesichts des Kabarett-Anteils mancher Sitzungen könnte man für die Teilnahme doch einen Obolus erhaben. Wenn dort nur noch die Politiker vertreten sind, die es sich leisten können, gäbe es auch endlich weniger Sozialneid.

Wasserwert

Eignet sich so etwas Alltägliches wie Wasser für eine Ausstellung? Nun, es kann immerhin alles sein: Lebensraum, Abgrenzung, Lebensmittel, lebensrettend, lebensgefährlich, dringend herbeigesehnt oder verflucht. Im Ahrensburger Marstall haben zwei Künstler mit Fotos und Videos, Zugang zu dieser durchsichtigen, geruchs-, geschmack- und farblosen Flüssigkeit gesucht. Am Ende gibt es trotzdem weder Bilanz noch Abschlussfazit. Wasser ist nass, dachte sich unser Karikaturist Götz Wiedenroth. Manchmal ist es auch gefroren.
Karte
zur Startseite

von
erstellt am 25.Sep.2016 | 11:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen