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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:10 Uhr

Bad Oldesloe : „Ich verstehe, dass die Fans unzufrieden sind“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Fanclub „Oldesloer Rauten“ ist noch kein Jahr alt, erfährt aber schon große Wertschätzung durch den Verein. HSV-Star Filip Kostic steht Rede und Antwort. Eine interessante Begegnung – für beide Seiten.

Einer der jüngsten HSV-Fanclubs im Norden hat schon prominenten Besuch bekommen. Die seit Beginn des Jahres offiziell eingetragenen „Oldesloer Rauten“ begrüßten den serbischen Fußball-Nationalspieler Filip Kostic.

Einen Tag nach dem 2:2 im immer brisanten Nordderby gegen den SV Werder Bremen stellte sich der Offensivspieler des HSV im Café
Mocca den kritischen Fragen der Anhänger. Nach dem Unentschieden im Spiel gegen den Rivalen aus Bremen verbleibt der HSV mit nur vier Punkten aus zwölf Bundesligaspielen auf dem letzten Tabellenplatz. „Ich verstehe, dass die Fans unzufrieden sind und das zurecht“, sagt Kostic (24) direkt entschuldigend, der viel Zeit für die „Rauten“ in der Kreisstadt mit gebracht hat. Die wiederum bekunden, dass sie den vom VfB Stuttgart nach Hamburg gewechselten Star zu den Spielern zählen, die sich in dieser prekären Situation voll reinhängen für den HSV, um den Negativtrend zu stoppen. Bei Cappuccino und Kuchen, sowie stillem Wasser für den Fußballprofi stellen sie durchaus kritisch Fragen, große Anklagen blieben dabei aus. Mit zunehmender Dauer der Begegnung mit den „Oldesloer Rauten“ taut Kostic mehr und mehr auf, plaudert sogar ein wenig aus dem Nähkästchen: So halten beispielsweise HSV-Spieler ohne den Trainer in einer Whats–App-Gruppe Kontakt untereinander. Seine Vorbilder seien übrigens zwei Spieler des FC Bayern München: Frank Ribery und Arjen Robben. Die freundlich gestimmten Stormarner Fans quittieren selbst diesen Hinweis auf den Giganten aus dem Süden mit einem Lächeln. „Sie sind wie der zwölfte Mann für uns“, weiß Kostic die Unterstützung durch die Fans zu schätzen. Druck empfinde er allerdings trotzdem. Und das nicht nur, weil er der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte (ca. 14 Millionen Euro ) sei, sondern weil er definitiv andere Ziele für sich und seine Mitspieler als den letzten Tabellenplatz habe. „Wir müssen als Kollektiv da rauskommen. Im Team verstehen sich alle gut“, versichert Filip Kostic. Für Organisator Ansgar Tasche und den gesamten Oldesloer Fanclub ist es ein „schönes Zeichen“, dass sich Filip Kostic auch in einer so schwierigen Zeit den Fragen stellt und dass ihr noch junger Fanclub gleich von einem prominenten Star besucht wird.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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