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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Hürden für Kulturförderung senken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Beteiligungsrunde schlägt überarbeitete Richtlinien vor / Mehr Künstler sollen städtische Zuschüsse beantragen

Zweite Runde im Kultur-Beteiligungsverfahren – es geht um die zukünftige Kulturförderung in der Stadt.

Dabei kamen so manche durchaus kontrovers diskutierte Themen auf den Tisch. Gemeinsam einigte man sich darauf, dass die Töpfe für Veranstaltungs- und Kulturförderung nicht zusammengelegt werden sollen. Somit stehen für die Kulturförderung 25  000 Euro im Jahr zur Verfügung, für die Veranstaltungsförderung 30  000 Euro. Unklar erschien die Abgrenzung dieser beiden Bereiche. Grob einigte man sich darauf, dass Kulturförderung bedeutet, dass die Auftretenden oder kreativ Tätigen aus Bad Oldesloe gefördert werden, während es bei der Veranstaltungsförderung darum gehen soll, Events für das Publikum auf die Beine zu stellen.

Kulturmanagerin Inken Kautter hofft, dass in Zukunft noch mehr Anträge gestellt werden. Hier wurde aus der Runde der Kulturschaffende der Wunsch geäußert, dass erstmalige Anträge bevorzugt behandelt werden. So soll ein Anreiz für neue Projekte geschaffen werden.

Einig war man sich auch darüber, dass das Schleswig-Holstein-Musikfestival in Zukunft aus den Töpfen der Kultur- oder Veranstaltungsförderung unterstützt werden soll und nicht mehr aus einem Marketing-Etat, den der Hauptausschuss verwaltet. 6000 Euro für ein einziges Konzert, erscheinen den Kulturschaffenden viel Geld für die Unterstützung eines professionellen Events. Diese Summe soll dem Kulturtopf zugeschlagen werden – ein automatische Förderung soll es für das Festival nicht geben.

Sollten – wie von Inken Kautter gewünscht – mehr Anträge eingehen, könnte es finanziell eng werden und die Fördermittel nicht reichen. Dann kommen die Antragsteller zusammen und diskutieren gemeinsam, wo Einsparmaßnahmen möglich sind. Scheitert diese Runde müssen die Mitglieder des Sozialausschusses entscheiden.

Förderanträge sollen künftig möglichst einfacher gestaltet werden. Die Teilnehmer der Diskussionsrunde sprachen sich für ein mehrstufiges Antragsverfahren beispielsweise mit Beratungsphase aus, eine Online-Anleitung soll das ausfüllen des Formulars erleichtern und ein Workshop offene Fragen klären. Allgemeiner Tenor war, dass die Schwelle zur Antragstellung niedriger sein sollte. Es wurde angeregt, die Maximalförderung auf bis zu 80 Prozent anzuheben, in begründeten Einzelfällen die Kosten sogar komplett zu übernehmen.

Ob die neuen Förderrichtlinien tatsächlich so auf den Weg gebracht werden, wird die Kommunalpolitik entscheiden müssen. Die Teilnehmer des Beteiligungsverfahrens hielten sich die Option offen, nach einem Jahr in der Praxis eventuell nachzubessern.  

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erstellt am 30.Apr.2016 | 17:20 Uhr

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