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Stormarner Tageblatt

07. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Bad Oldesloe : Hoffen auf Kinokäufer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Oldesloer Bauausschuss hat den FBO-Antrag abgelehnt, die Stadt solle das insolvente Hotel und Kino kaufen.

Der Oldesloer Bauausschuss hat den FBO-Antrag abgelehnt, dass die Stadt das insolvente Hotel und Kino an der Hamburger Straße kaufen soll.

Für Matthias Rohde (FBO) trägt die Stadt eine Mitschuld an der Pleite, da der Bürgermeister entschieden habe, keine Hotelzimmer zur Flüchtlingsunterbringung anzumieten. Er sehe die Stadt daher in der Pflicht, die Zukunft eines Kinos in der Kreisstadt zu sichern. „Der Bürgermeister soll Gespräche mit allen Beteiligten führen – mit dem Ziel, eine dauerhafte zukünftige Nutzung als Hotel und Kino zu erreichen“, forderte seine Partei daher in einem Antrag. Außerdem solle eine andere Nutzung baurechtlich untersagt werden. „Ich denke wir sollten das gesamte Insolvenzverfahren abwarten und schauen, was dort entsteht und dann als Stadt reagieren“, empfahl hingegen Uwe Rädisch (CDU).

„Wir wollten mit einem Architekten in das Gebäude. Kaum war das Interesse von unserer Seite bekannt, wurde der Preis von 480  000 Euro auf 700  000 Euro erhöht. Nur wenn wir ein Mindestgebot von 700  000 Euro abgeben, dürften wir überhaupt das Gebäude betreten, um uns ein Bild von der Lage zu machen“, so Bürgermeister Tassilo von Bary im Bauausschuss: „Wir sind in Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter und wir gehen davon aus, dass ein Käufer die Chance ergreift und die vorhandene Technik und die Ausstattung nutzt, um dort ein Kino zu betreiben. Vorschreiben oder entscheidend mitreden können wir nicht“, stellte der Bürgermeister klar.

Mit fünf Ja-, drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde der Bürgermeister vom Ausschuss beauftragt, alles dafür zu tun, um die Nutzung als Hotel und Kino von Verwaltungsseite aus zu unterstützen und im Zweifel beim Investor einzufordern. Außerdem sollen dem Ausschuss Möglichkeiten zum Beschluss vorgelegt werden, wie man baurechtlich gegen eine andere Nutzung vorgehen könnte. Eine juristische Handhabe sieht der Verwaltungschef indes nicht.

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erstellt am 15.Jun.2016 | 06:00 Uhr

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