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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 01:34 Uhr

Ahrensburg : Heimspiel für Klaus Plöger

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarns Ex-Landrat macht sich als Berater selbstständig und engagiert sich für Künstler im Kreis.

100 Tage Ruhestand hat Klaus Plöger nicht durchgehalten. Der ehemalige hat Plöger-Consult gegründet und bietet sich Unternehmen, Verwaltungen, Vereinen und auch Privatpersonen als Berater an. Die Internetseite ist erst ein paar Tage im Netz, den Gewerbeschein hat sich der Ex-Chef der Kreisverwaltung in der vergangenen Woche geholt, die Visitenkarten lässt er sich gerade drucken.

„Dass sich 18 Jahre Volldampf gemacht habe, heißt ja nicht, dass sich danach nur noch rumsitze“, so der 67-Jährige. Nach dem Ende seiner Amtszeit Ende April „war ich schon ein paar Mal im Urlaub und kümmere mich um die Dingen, die immer liegen geblieben sind“, sagt der Barsbütteler, die in diesem Jahr zum ersten Mal in Wacken gewesen ist. „Der Landrat hatte gesagt, dass auch im Kreis Steinburg einiges los ist und ich mir das unbedingt mal anschauen sollte.“ Plöger Fazit als Kurz-Besucher: „Beeindruckend, aber die Musik habe ich ausgeblendet.“

Sein Faible als Landrat und Vorsitzender der Sparkassen-Stiftungen hatte auch immer mehr der bildenden Kunst gegolten. Als Dankeschön der Künstler für Plögers Einsatz wird es Anfang September im Marstall eine Ausstellung mit Werken von 15 Stormarner Künstlern geben. Bei der Vernissage am Freitag, 2. September, werden Landrat Dr. Henning Görtz, Sparkassen-Vorstand Dr. Martin Lüdiger und Sigrid Kuhlwein für den Fachausschuss der Sparkassen-Kulturstiftung sprechen, die zur „heimspiel“-Ausstellung auch einen Katalog herausgibt. Plöger wird auf der Vernissage zudem mit einem Überraschungsgast konfrontiert. Das Gespräch wird von Marstall-Manager Armin Diedrichsen moderiert.

Eines der Kunstwerke wird eine Büste von Klaus Plöger sein, die der Barnitzer Bildhauer Thomas Helbing anfertigt. „Ich dachte, wenn es schon eine Ausstellung zu Ehren von Klaus Plöger gibt, sollte er auch immer anwesend sein“, so der in Lübeck geborene Bildhauer. Er wird auch an einer lockeren Runde von hiesigen Künstlern teilnehmen, die Plöger ins Leben rufen möchte: „Es ist eine Idee, mal gemeinsam zu gucken, was man zusätzlich machen kann, um die Kunst nach vorne zu bringen.“

Das Moderieren und Consulting sind zweifelsohne Stärken des ehemaligen Landrats, mit denen er auch auf seiner Internetseite wirbt, selbstbewusst wie immer. „Frage nicht, ob das Problem gelöst werden kann; frage, wie das Problem gelöst werden kann“ heißt es gleich auf der Startseite. Mit „Meine Arbeitsweise ist anders, unkonventioneller, direkter“, „Ich weiß, wie Beamte, Unternehmer, Politiker und Bürger ticken“ oder „Ich bin mit qualifizierten Fachleuten vernetzt“ wirbt Plöger für seine Fähigkeiten. „Ich muss ja nicht davon leben“, sagt Plöger: „Moderation und Beratung ist bringen mir Spaß. Wenn Leute dafür bezahlen – umso besser.“

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erstellt am 09.Aug.2016 | 06:00 Uhr

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