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Stormarner Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:26 Uhr

Ahrensburg : Guter Wille, aber viele Fragezeichen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Spechtweg: Der Neubau der Straße soll 800 000 Euro kosten. Anliegerbeiträge werden ein heißes Eisen.

Jahrzehntelang passierte nichts, jetzt nimmt dieses Thema – wie während der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch – schon mal eineinhalb Stunden Diskussionszeit ein: Der Neubau des Spechtweges im südlichen Ahrensburg (Waldgut Hagen). Der Spechtweg, die Schlaglochpiste zwischen Hagener Allee und Vogelsang, hat jetzt Einzug in die Köpfe der Straßenplaner gefunden.

Eine sechs Meter breite Fahrbahn soll entstehen, dazu einseitig ein zwei Meter breiter Fußweg an der nördlichen Seite. Den Fußweg gibt es jetzt auch schon, allerdings unbefestigt und nur durch Leitpfosten von der Straße getrennt. „Wir „Haben dort nun mal nicht mehr Platz“, entgegnete Anne Hengstler (CDU) kritischen Anliegerstimmen, die sich einen breiteren Fußweg wünschen. „Weniger als sechs Meter Breite für die Fahrbahn geht nicht, da können wir nichts reduzieren“, sagte Stephan Schott, Fachbereichsleiter Straßenwesen.

An der Südseite ziehen sich ein Knick und ein Baumbestand entlang – beides soll erhalten bleiben. Deshalb ist eine „Verschiebung“ der Fahrbahn zugunsten eines breiteren Fußweges nicht möglich. Die Erneuerung des Spechtweges wird etwa 30 Meter vor der jetzigen Kreuzung Hagener Allee/Am Hagen aufhören. Die Kreuzung soll, einen genauen Zeitpunkt gibt es noch nicht, in einen Kreisel umgebaut werden.

Die Vermutung vieler Anlieger, durch den künftig besseren Zustand des Spechtweges würden auch der Verkehr und damit der Lärm zunehmen, widersprach Schott: „Mit neuem Asphaltbelag reduzieren sich die Geräusche, jetzt hören sie nur die Löcher.“ Ein heißes Eisen für Anlieger sind die Beitragskosten für die Baumaßnahme. Es gibt ein Dokument aus den 1930er Jahren, aus dem hervorgeht, dass die Häuslebauer eine Hypothek zu Gunsten der Stadt aufnehmen mussten – 30 Reichsmark je laufender Meter Grundstücksfläche für die Erstellung des Spechtweges. Eine Empfehlung des Gremiums zu der Beschlussvorlage gab es indes nicht, das Thema wird Politik und Anlieger weiter beschäftigen.

>Der Spechtweg gilt als Haupterschließungsstraße, eine südlich angrenzende Ackerfläche gilt als Baugebiet. „Die Stadt muss die gesamte Straßensituation im Waldgut Hagen verkehrlich überplanen und dabei auch die Zukunft dieses Areals im Blick haben“, fordert der Sprecher der Siedlung Jürgen Siemers.





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