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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 20:51 Uhr

Grünes Licht für Hüttendorf – Fördergelder fließen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Hüttendorf am Jugendgästehaus in Lütjensee kann gebaut werden. Die Fördermittel – 415  000 Euro aus dem Eler-Programm sowie 172  000 Euro von Bund und Land – fließen doch. Gestern Abend hat Joachim Wagner als amtierender Landrat die Aufträge freigegeben. Der Kreis ist Antragsteller für das Projekt. Ende September soll es los gehen, so Kreisbauamtsleiter Klaus Kucinski.

Danach sah es vor wenigen Wochen überhaupt nicht aus. Nach vielen Vorarbeiten war das Hüttendorf vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) als eines von sechs Projekten für ausgewählt worden. Die Ausschreibung war gelaufen, als Ende Juni die Hiobsbotschaft eintraf. Der Schulverband Wesselburen, dessen Antrag abgelehnt worden war, hatte so genannte Drittwidersprüche gegen die genehmigten Projekte eingelegt. Das LLUR legte daraufhin die Auszahlung der Fördergelder auf Eis.

Das Risiko, fast 600  000 Euro übernehmen zu müssen, wollten die Kreispolitiker nicht eingehen, auf das Projekt aber auch nicht verzichten. Das LLUR riet dazu, auf sofortige Vollziehung zu klagen, wogegen dann der Schulverband Wesselburen hätte vorgehen müssen. Dazu kam es aber nicht, weil man im Ministerium einen anderen Weg wollte und fand. Kiel sicherte dem Schulverband „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ 750  000 Euro für „den unwahrscheinlichen Fall“ zu, dass er mit seiner Klage Recht bekäme. Der Verband erklärte sich daraufhin einverstanden, seine Widersprüche zurückzunehmen. Die formale Bestätigung fehlt allerdings noch. „Wir bereiten aber alles vor, so dass wir die Aufträge dann sofort rausschicken können“, sagt Kucinksy. Die Baufirmen hatte sich mit einer Verlängerung der Vergabefrist einverstanden erklärt.

„Da hat sich in Kiel jemand richtig ins Zeug gelegt“, freut sich Uwe Sommer, Geschäftsführer des Kreisjugendrings (KJR), über die Lösung. „Wir waren auch mit den Landtagsabgeordneten in Kontakt.“ Mit einem Monat Verzug kann der KJR gut leben. „Wir gehen davon aus, dass wir zum Saisonbeginn voll starten können“, sagt Sommer. Ansonsten hätte man Gruppen wieder absagen müssen, die gebucht hatten. Am Lütjensee sollen 18 halboffene Hütten mit Grasdach entstehen. Sie ersetzen die 14 Großzelte, die im Winter abgebaut werden, aber trotzdem nur ein bis drei Jahre halten, weil auf dem Gelände ein Lindenwald gewachsen ist, der nicht mehr gefällt werden darf.

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erstellt am 24.Aug.2016 | 16:03 Uhr

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