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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

Trittau : „Goldfee“ und „Gabi“ gehören zu den Besten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf dem Gelände der Klose/Köhler GbR in Trittau trafen sich Stormarns Rinderzüchter, um die ertragreichsten Milchkühe zu küren.

Sie haben so fantasievolle Namen wie „Goldfee“ und „Eldorado“, oder heißen einfach nur „Edda“, „Gabi“, „Diana“ und „Erina“ – Kühe aus Milchviehbetrieben in Stormarn. In diesem Fall sind es aber nicht irgendwelche Kühe, sondern Tiere, die mit ihrer Lebensleistung an Milch die 100  000-Liter-Grenze überschritten haben.
Auf dem Gelände des Rinderzuchtbetriebs Klose/Köhler GbR in Trittau trafen sich Züchter aus der Rinderzucht Schleswig-Holstein eG (RSH), Kreis Stormarn, um im Rahmen eines Züchterabends die ertragreichsten Schwarz- und Rotbunten sowie Angler zu küren.

Zwölf Tiere im Alter zwischen 15 und elf Jahren aus verschiedenen Betrieben des Kreisgebietes haben diese Leistung vollbracht. Mit 110201 Liter führt „Goldfee“ (Besitzer Lienau + Lienau-Joehnk GbR, Neritz) die Liste an, selbst die Kuh „Haske“ als Schlusslicht brachte stolze 100  028 Liter (Besitzer Kaack KG, Ratzbek).

Die Freude der Züchter über hervorragende Ergebnisse wird aber getrübt – durch den Milchpreis. „Wir bekommen zur Zeit 21 Cent je Liter, das sind 50 Prozent unter den Produktionskosten“, sagt Betriebsleiter Friedrich Klose. Mindestens 30 Cent je Liter wären ein Fortschritt, „wegen des niedrigen Ertrages müssen viele Betriebe ihre Rücklagen angreifen, das ist zum Teil existenzbedrohend.“

Eine Verbesserung der Lage sieht Klose für den kommenden Herbst voraus, „der Bedarf an Milch für industrielle Verarbeitung zieht langsam etwas an. Vor allem die Einbrüche in China und die Russland-Sanktionen haben zu den Preisabstürzen geführt“, ist der Landwirtschaftsmeister vorsichtig optimistisch, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessern wird.

Friedrich Klose ist Rinderzüchter mit Leib und Seele, „ich kenne jede Kuh mit Namen“, lächelt er, „es gibt auch eine Lieblingskuh.“ Aber den Namen will er nicht verraten. Immerhin: In seinen beiden Ställen stehen 230 Milchkühe und Nachzuchten, den Bestand hat er vor einiger Zeit um 50 Tiere aufgestockt. „Mein Sohn Matthias wird den Betrieb übernehmen, da macht es Sinn“, sagt er. Neben der Rinderzucht bewirtschaftet der Betrieb 350 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, angebaut werden Mais, Weizen, Raps, Roggen und Gerste. Zudem gibt es eine eigene Biogas-Anlage.


>Info: Im Kreis Stormarn gibt es derzeit rund 5000 Kühe in einhundert Betrieben. Die Rinderzucht Schleswig-Holstein eG gibt es seit September 1992. Der RSH eG als alleinige Zucht- und Besamungsstation in Schleswig-Holstein gehören rund 5200 Mitglieder an.

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