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Stormarner Tageblatt

02. Dezember 2016 | 23:17 Uhr

Glasfasernetz für Großhansdorf kommt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Durch Ausbau im Norden kann auch noch Anschluss im gesamten Gemeindegebiet möglich werden

Von April bis Ende Juli 2016 warben die Stadtwerke Geesthacht für den flächendeckenden Ausbau eines Glasfasernetzes in Großhansdorf. Mit Hilfe der HanseWerk-Gruppe, die den Bau des Netzes und die Finanzierung übernommen hätte, wollten die Stadtwerke Geesthacht als Netzbetreiber die Gemeinde mit High-Speed-Internet bis zu 500 Mbit/s, glasklarer Telefonie und TV versorgen. Einzige Voraussetzung für den Ausbau des Glasfasernetzes: 40 Prozent der Haushalte mussten einen Vertrag für ein „tohuus.media“-Produkt der Stadtwerke Geesthacht abschließen, damit ein Ausbau wirtschaftlich erfolgen kann. Allerdings wurde die Quote nicht erfüllt.

Nur 22 Prozent aller Großhansdorfer Haushalte schlossen einen Vertrag. Die Stadtwerke Geesthacht, die HanseWerk und die Gemeinde suchten in den vergangenen Wochen gemeinsam nach einem Weg, Großhansdorf doch noch an ein zukunftssicheres Glasfasernetz anschließen zu können. Es zeichnete sich ab, dass sich ein flächendeckender Ausbau für die HanseWerk wegen der fehlenden Anzahl der Verträge wirtschaftlich nicht darstellen lässt, sodass sie sich aus dem Projekt zurückzogen. Dennis Ressel, Bereichsleiter für Multimedia & IT bei den Stadtwerken Geesthacht: „Die Gemeinde und ihr grundsätzliches Interesse sind uns sehr wichtig. Deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, den Ausbau eigens oder über eine Tochtergesellschaft vorzunehmen. Der Ortsteil Großhansdorf im Norden der Gemeinde verfügt über eine Vertragsabschlussquote von 30 Prozent. Somit werden wir in diesem Gebiet mit dem Bau des Glasfasernetzes beginnen. Ein flächendeckender Ausbau der gesamten Gemeinde ist kurzfristig leider nicht umsetzbar, aber durch die Teilerschließung zukünftig immer noch möglich.“

Die Stadtwerke Geesthacht beginnen derzeit mit der Netzplanung für den Ausbau von der nördlichen Gemeindegrenze bis zum Waldreiterweg. Der Zeitplan kann weiter eingehalten werden. Bereits im 3. Quartal 2017 werden die ersten Kunden – je nach Vertragslaufzeit des aktuellen Anbieters – an das Glasfasernetz angeschlossen. Für den Südteil bedeutet dies, dass der Anschluss einzelner Straßenzüge ab einer Quote von 40 Prozent weiterhin möglich ist.

Eine schnelle Breitbandversorgung ist heute ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Wohn- oder Gewerbestandorts. Bürgermeister Janhinnerk Voß: „Ich hatte mir ein deutlich besseres Ergebnis erhofft. Das Engagement der Stadtwerke Geesthacht begrüße ich außerordentlich und bin erleichtert, dass wir eine Lösung gefunden haben.“

>Alle Informationen zum Ausbauprojekt im Internet unter www.grosshansdorf.de/breitband.


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erstellt am 01.Sep.2016 | 16:47 Uhr

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