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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 17:07 Uhr

Bad Oldesloe : Gesichter der Einkaufsstadt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Eine neue Werbeaktion mit 118 Porträtfotos an Flaggenketten hängt in der Oldesloer Fußgängerzone. 84 Geschäftsleute unterstützen die Aktion.

Das ist eine Kampagne, die nicht zu übersehen ist. Seit Montag hängen über der Oldesloer Fußgängerzone 300 Meter Flaggenkette – immer im Wechsel von rotem Logo und einem Schwarz-Weiß-Portrait. Die nächste Aktion im Rahmen der Kampagne „Ich bin für Einkaufen in Bad Oldesloe“.

Hinter der Aktion stecken Marketingfrau Nicole Brandstetter und Unternehmerin Angela Dittmar mit ihrer Agentur Prodibra. Sie haben Papiertüten bedrucken lassen, die großen Blumentaschen in der Fußgängerzone aufstellen, die Rieseneinkaufstasche ... und jetzt die Fotowimpel. 84 Geschäftsleute beteiligen sich mittlerweile daran.

„Man hört es ja immer wieder: Früher, da hatten wir noch ein Kaufhaus. Früher, da war es hier viel voller ...“, sagt Nicole Brandstetter bei der offiziellen Vorstellung: „Das mag so sein. Leerstand, zu hohe Mietpreise und zu wenig Parkplätze machen uns zu schaffen.“ Aber die Verödung der Innenstadt sei kein reines Oldesloe-Problem, damit haben fast alle Städte zu kämpfen. „Wir müssen den Blick schärfen für das, was Bad Oldesloe zu bieten hat“, fordert sie deshalb: „Je mehr hier einkaufen, desto attraktiver wird das Angebot.“

Die nette Verkäuferin, der fachkundige Berater, der treue Kunde – „das sind Gesichter, die man kennt. Diese Menschen sind das Gesicht der Einkaufsstadt Bad Oldesloe. Mit den Bildern zeigen wir das Persönliche, das Emotionale der Einkaufsstadt“, sagt Angela Dittmar. Die Bereitschaft, sich fotografieren zu lassen, sei überwältigend gewesen. Schon für die Taschen-Fotos hatten sich mehr als 50 Freiwillige gemeldet. „Nachdem so viele kamen, war uns schnell klar, da müssen wir uns was einfallen lassen“, erklärt Nicole Brandstetter. Schnell kamen die beiden Geschäftsfrauen auf die Idee mit der Flaggenkette. „Es gibt halt Wünsche und Vorschriften“, orakelt Brandstetter. Wie man so hört, war Ex-Bürgermeister Tassilo von Bary kein Freund der Aktion. Aber wenn er nicht im Dienst ist, hat Vertreter Horst Möller das Sagen und inzwischen ist ja auch der Nachfolger im Amt. Ergebnis: Die Foto-Fähnchen hängen – wenn auch nicht sonderlich lange. Wenn in Kürze die Weihnachtsbeleuchtung installiert wird, müssen sie weichen. Nicole Brandstetter ist trotzdem zufrieden: „Statt zehn Tagen laut Werbesatzung dürfen sie drei Wochen hängen. Das ist doch ein Erfolg.“

Bad Oldesloes Bürgermeister Jörg Lembke begrüßt die Aktion. Er sagte sofort zu, sich auch fotografieren zu lassen. „Ich habe meine Frau mitgenommen. Die sieht besser aus, dann wird es mit dem Foto leichter“, scherzt er beim Aufhängen der letzten Schnur, an der sein Bild hängt. „Es hilft der Stadt ungemein, wenn wir wieder mehr Leben in die Innenstadt bekommen“, so der Verwaltungs-Chef.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 01.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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