zur Navigation springen

Bad Oldesloe : Gefahren im Web – Filtercafé hilft

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kinder- und Jugendschutzfilter testen für Eltern mit Expertenunterstützung in der Stadtbibliothek.

Kinderschutz im Internet, auf dem Smartphone, an PC und Tablet ist nicht einfach und stellt Eltern oft auf eine harte Probe. „Wir wollen im Foyer der Stadtbibliothek Eltern niedrigschwellig über den Kinderschutz im Internet informieren“, so Bibliotheksleiter Jens A. Geißler. Auch Bibliothekarin Ulrike Seidel, die die Kinderbuchabteilung der Bibliothek leitet, liegt die Sicherheit der Kinder ganz besonders am Herzen: „Das Problem fängt bereits im Kindergarten an. Das haben mir Eltern schon oft erzählt.“

Experten vom Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) informieren am Sonnabend, 29. April, von 10 bis 13 Uhr über Gefahren im Internet und wie Eltern ihre Kinder mit speziellen Programmen davor schützen können. Um möglichst viele Eltern zu erreichen, haben die Experten das sogenannte Filtercafé entwickelt, das in Bibliotheken vor Ort Hilfestellungen gibt. Bibliotheken halten heute ein vielfältiges Angebot vor, das über die Ausleihe von physischen und digitalen Medien hinausgeht. „Als Bildungspartner vermitteln sie auch Informations- und Medienkompetenz“, so Geißler. Der freie Zugang zu Informationen sei dabei genauso wichtig, wie die Vermittlung des Know-How im Umgang mit modernen Informationskanälen. Mittlerweise gibt es im Bereich Kinder- und Jugendschutz im Internet viele Lösungen. Die Vielfalt der Schutzfilter ist groß. Doch was können die einzelnen Filter und wo sind ihre Grenzen? Im Filtercafé klären die Fachkräfte darüber auf. „Im Internet kann viel passieren“, weiß Ulrike Seidel. Eltern sollten daher gut informiert sein. „Der Idealfall ist, wenn Eltern mit ihren Kindern gemeinsam im Internet auf Entdeckungsreise gehen“, betont der Bibliotheksleiter. Sie sollten auch selber entscheiden, wie weit die elterliche Kontrolle gehen soll. Ein totaler Schutz sei natürlich nicht möglich. Was zu Hause nicht erlaubt sei, würde oft beim Nachbarn ausprobiert. Kinder stießen oft auf Seiten, die zum Beispiel während eines Computerspiels „aufpoppen“ und müssten dann selbst entscheiden, ob sie die Seite öffnen oder nicht. Geißler: „Daher ist es wichtig, offen mit den Kindern zu reden.“ Die Bibliotheksmitarbeiter haben eine spezielle Fortbildung zu diesem Thema gemacht. Im Filtercafé stehen Geräte wie Smartphones, Tablets, Laptops und PCs zur Verfügung, auf denen diverse Schutzprogramme, Kinder-Apps und Filter live ausprobiert werden können. Die Experten vom OKSH stehen dabei mit Rat und Tat zur Verfügung. „Einen echten Filterkaffee wird es natürlich auch geben“, hofft Geißler auf eine rege Resonanz auf das Angebot.

> Das Filtercafé zum Erproben von Kinderschutzprogrammen für das Internet hat am Sonnabend, 29. April, von 10 bis 13 Uhr in der Oldesloer Stadtbibliothek geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

zur Startseite

von
erstellt am 21.Apr.2017 | 09:19 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen