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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 23:12 Uhr

Stormarn : Gangster beißen auf Granit

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Enkeltrick & Co.: Angebliche Polizisten wollten ältere Stormarner betrügen. Die fielen aber auf die fiese Masche nicht rein.

Seit Montag dieser Woche sind der Stormarn Kriminalpolizei vier Fälle bekannt geworden, bei denen älteren Menschen auf unterschiedlichste Weise betrogen oder abgezockt werden sollten.

Am Montag hatte es zwei betrügerische Anrufe in Bargteheide gegeben. In einem Fall gab es sich Anrufer als Polizeibeamter aus und versucht, die Kontodaten von einer 82 Jahre alten Frau zu erfahren. Die Dame wurde aber schnell misstrauisch und beendete das Gespräch, ohne irgendwelche Daten herausgeben zu haben. Im zweiten Fall fragte ebenfalls ein angeblicher Polizeibeamter einen 77 Jahre alten Mann darüber aus, ob er Bargeldbeträge im Haus habe. Nach kritischen Gegenfragen seitens des 77-Jährigen legte der Anrufer dann jedoch auf.

Am Donnerstag versuchte eine Frau einen so genannten Enkeltrick in Bad Oldesloe. Sie wollte Bargeld von einem 75-Jährigen Oldesloer zu ergaunern. Der Senior reagierte aber vorbildlich, so die Polizei. Zum Schein ging er auf die Wünsche der Anruferin ein, verständigte jedoch umgehend die Polizei. Zu einer Übergabe des Geldes kam es nicht. Am selben Tag erhielt ein 90-Jähriger aus der Bismarckallee in Ahrensburg gegen 9.45 Uhr Besuch von „Kriminalbeamten“, die unter anderem nach Bargeldbeträgen im Haus fragten. Auch bei dem 90-Jährigen konnten die Betrüger nichts holen.

Die angeblichen Polizisten können folgendermaßen beschrieben werden:
>1. Person: Männlich, auffallend groß und schlank, dunkelhaarig
>2. Person: Männlich, türkisches Aussehen, klein, dick.

Die Kriminalpolizei Ahrensburg sucht Zeugen. Hinweise nimmt sie unter der Telefonnummer (04102) 8090 entgegen. Die Polizei rät: Geben Sie am Telefon keine persönliche Daten preis. Echte Polizeibeamte würden weder am Telefon noch nach Bankdaten oder Bargeldbeträgen im Haus fragen. Zudem solle man sich immer den Dienstausweis zeigen lassen. „Im Zweifel rufen Sie die Polizei über 110 an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen“, so die Polizeisprecherin

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