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Stormarner Tageblatt

31. Oktober 2014 | 12:19 Uhr

Feuer in Hamberge : Flammen vernichten Erdbeerhof

vom

Sonntagabend ist in Hamberge die Lager- und Produktionshalle eines Erdbeerhofes abgebrannt. Er stand direkt neben der Kirche. Die Feuerwehren waren im Großeinsatz.

Hamberge | Ein verheerendes Großfeuer hat einen traditionsreichen Erdbeerhof in Hamberge (Kreis Stormarn) vor den Toren Lübecks völlig vernichtet. Seit mehr als 100 Jahren ist der Hof in Familienhand, seit mehreren Generationen liefert der Hof Erdbeeren und sonstiges Obst und Gemüse an die Märkte in der Umgebung oder verkauft direkt am beliebten Hofladen vor Ort. Am Sonntagabend vernichtete ein Großfeuer die gesamte Produktions- und Lagerhalle und somit offenbar auch die Existenz des Betriebes. Glück im Unglück: verletzt wurde niemand.
Am Montagvormittag wurde das ganze Ausmaß des Feuers sichtbar: "Es ist alles komplett zerstört. Wir müssen bei Null wieder anfangen", sagt Hofbesitzer André Fennert. Seit 1900 ist das Anwesen in Familienbesitz. Neben Erdbeeren produziert Fennert auch Gemüse: Erbsen, Bohnen, Zucchini und Kürbisse. "Da beginnt jetzt die Erntezeit. Die Erntetechnik steht zum Glück in einer anderen Halle auf dem Hof", sagt Fennert.


Halle brannte voll, als die Feuerwehr eintraf
Kurz nach 21 Uhr wurde der Feuerwehrleitstelle ein Feuer in der Schulstraße in Hamberge gemeldet. Über dem Ort stand eine dunkle Rauchsäule, die den Feuerwehren aus Hamberge und Umgebung schon aus zehn Kilometern Entfernung den Weg zum Brandherd wies. "Die Halle stand bei unserem Eintreffen komplett in Vollbrand", berichtet Feuerwehreinsatzleiter Dirk Bornmann.
"Unsere Hauptaufgabe war es vorrangig die umliegenden Gebäude zu schützen", so Bornmann. Direkt neben der brennenden Lagerhalle standen eine weitere Halle, das Wohnhaus des Hofbesitzers und eine Kirche. Sie wurden gekühlt. Die Flammen loderten meterhoch aus der 840 Quadratmeter großen Produktionshalle an der B75. Ebensogroß war der Funkenflug.

100 Feuerwehrleute im Einsatz
Noch ist völlig unklar, was den verheerenden Brand ausgelöst hat und wie hoch der genaue Schaden ist. Bis spät in die Nacht waren etwa 100 Feuerwehrkräfte damit beschäftigt, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und schließlich auch alle Brandnester zu löschen. Zudem war eine spezielle Gefahrgutstaffel der Feuerwehr vor Ort, um in Schutzanzügen Pflanzenschutz- und Düngemittel zu bergen. Dadurch kontaminiertes Löschwasser musste abgepumpt werden.
Fast 100 Erntehelfer, die in Wohncontainern auf dem Hof untergebracht sind, stehen nun vor den Trümmern ihrer Arbeitsstelle. Die Polizei hat noch in der Nacht erste Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Der Schaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt.
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erstellt am 17.Jul.2012 | 05:29 Uhr

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