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Stormarner Tageblatt

06. Dezember 2016 | 21:48 Uhr

Bad Oldesloe : Finanzieller Rückenwind für Lebensweg

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Tolle Geste: Die Stormarn-Wind-Energie GmbH spendet den Verkaufsüberschuss von 5000 Euro für die alte Mühle der Stadtwerke dem Hospizverein.

Windkraftanlagen werden nicht nur gebaut, sie werden auch wieder abgebaut, wenn an anderer Stelle eine neue entsteht. „Wenn eine neue Anlage entsteht, müssen zwei alte in der Region weichen. Das nennt sich Repowering“, erklärt Kay Gladigau, Geschäftsführer der Stormarn-Wind-Energie GmbH. Für die große neue Windkraftanlage in Wolkenwehe wurde unter anderem das Windrad in Neufresenburg in Rente geschickt. Es produzierte jährlich 100  000 Kilowattstunden Strom. Zum Vergleich: Die neue Anlage in Wolkenwehe kommt auf sieben Millionen Kilowattstunden im Jahr.

Doch, statt nur Kosten beim Rückbau zu verursachen, konnte das alte Windrad aus Neufresenburg noch sinnvoll weiterverkauft werden. „Wir haben tatsächlich einen Betreiber gefunden, der exakt mit dieser Anlage arbeitet und gerne die Ersatzteile übernimmt“, sagt Gladigau. So entstand ein Verkaufsüberschuss von 5000 Euro. Und diesen Gewinn hat die Stormarn-Wind-Energie nun komplett an den „Förderverein Lebensweg – stationäres Hospiz für Jung und Alt“ übergeben. Gladigau: „Vertraglich stünde uns der überraschende Gewinn zu, aber das fühlte sich nicht richtig an. Wir denken, dass Lebensweg tolle und wichtige Arbeit macht und jeden Betrag gut gebrauchen kann. Noch dazu wird das Hospiz in Sichtweite der neuen Anlage entstehen.“

Fördervereinsvorsitzende Sabine Tiedtke freute sich. „5000 Euro ist eine großartige Summe. Das Gefühl, dass so viele Menschen hinter uns stehen und mitmachen, ist überwältigend.“ Sie hoffe, dass der Bau des stationären Hospiz am Sandkamp 2017 beginnen könne. „Es sind noch Dinge zu klären, aber das ist alles auf den Weg gebracht“, sagt sie. „Aktuell hat unser Verein über 170 Mitglieder. Wir hoffen, diese Zahl noch bis auf 1000 steigern zu können. Das wäre schon eine gute Grundlage.“ Die Idee für ein stationäres Hospiz hatte sie öffentlich am 9. November 2012 vorgetragen. „Wenn wir am 9. November 2017 eröffnen könnten, wäre es super.“

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erstellt am 25.Mai.2016 | 14:11 Uhr

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