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Stormarn : Feuerwehren hoffen auf Entspannung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Kreiswehrführer und Rettungsleitstelle verständigen sich auf geänderte Klassifizierungen für Einsätze.

Die Kreiswehrführer aus Stormarn, Ostholstein und dem Herzogtum Lauenburg haben sich mit der Rettungsleitstelle auf leicht veränderte Klassifizierungen für Alarmierungen verständigt. „Wir haben uns mit Leiter Carsten Horn anhand der Empfehlungen des Landes, was als Feuer Klein, Standard oder Groß gilt, verständigt“, sagt Stormarns Kreisbrandmeister Gerd Riemann: „Ich denke, dass es sich bei drei Viertel aller Einsätze auswirkt und dann Entspannung einsetzt.“

Mit der neuen Software Cobra  4, die sei Ende Mai läuft und Voraussetzung für die Digitalisierung ist, war die Zahl der Alarmierungen für einige Feuerwehren stark gestiegen. Der Computer gibt dem Disponenten in der Leitstelle vor, so viele Feuerwehren zu alarmieren, bis die Anforderungen für das Feuer erreicht sind. Die Mann-Stärke und ihre Ausrüstung hatten die Wehren selbst eingetragen und eine Liste erstellt, in welcher Reihenfolge weitere Wehren alarmiert werden sollen. Problematisch ist die Verfügbarkeit am Tage. „Die ist in den letzten Jahren bei einigen Wehren geringer geworden. Das hat sich verändert“, sagt Landrat Dr. Henning Görtz.

Das weiß man auch im Kreisfeuerwehrverband und deshalb gilt weiter die Empfehlung, realistische Zahlen ins Feuerwehr-Programm Fox einzutragen. Und penibel genau zu sein, weil diese Daten regelmäßig in Cobra  4 eingespielt werden. „Das wäre natürlich fatal, wenn die fehlerhaften Daten, die von den Administratoren händisch bereinigt wurden, mit einer Aktualisierung wieder ins System zurückfließen“, so Riemann.

Die Runde der Kreiswehrführer war in einem Gespräch bei Landrat Görtz vereinbart worden, die Großhansdorfs Bürgermeister aufgrund der Beschwerden angeregt hatte. „Am Anfang wurde Dampf abgelassen, aber dann war es ein konstruktives Gespräch. Wir sind ja alle an Lösungen interessiert, und ich denke, dass wir jetzt auf dem richtigen Weg sind“, so Görtz. „Wir hoffen, dass wir die Einsätze mit den neuen Klassifizierungen standardisiert bekommen“, sagt Riemann. Dazu gehört, dass bei einem normalen Pkw-Brand nicht gleich zwei Wehren ausrücken. Und auch wenn Brandmeldeanlagen Alarm schlagen, soll erstmal nur eine Wehr ausrücken, da es sich oft um Fehlalarme handelt. Das ist allerdings anders, wenn die Anlagen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen anschlagen. Riemann: „Für solche Objekte sollen die einzelnen Wehren die Daten hinterlegen, so dass die Alarmierung automatisch hochgestuft wird.“ Mehr Verantwortung kommt auf jeden Fall auf die Wehren zu. „Das neue System bedeutet natürlich auch, dass der Einsatzleiter sofort nachfordern muss, wenn das Feuer doch größer ist als gedacht. Sonst geht das schief“, so der Kreisbrandmeister.

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erstellt am 15.Jul.2016 | 18:15 Uhr

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