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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:12 Uhr

Feuerwehr und Kita: Findet Siek doch noch eine Lösung?

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Standortfrage: In der kommenden Woche wollen sich CDU und SPD erneut zusammensetzen

Kommt in die festgefahrene Debatte, wo Feuerwehrhaus und Kindergarten gebaut werden sollen, neue Bewegung? Am kommenden Dienstag wollen sich CDU und SPD noch mal zusammensetzen. Stand ist derzeit: Es gibt einen Beschluss der Gemeindevertretung für einen Feuerwehrneubau neben Edeka, aber keinen Standort für einen neuen Kindergarten (wir berichteten).

Die Feuerwehr hatte das Grundstück neben Edeka trotz Bedenken akzeptiert, weil es keine Alternative gab und die Unfallkasse auf einen Neubau drängte. Dann kam auf Initiative der CDU aber auch die landwirtschaftliche Fläche an der Sporthalle in Frage. Dort wäre nicht nur Platz für Feuerwehr und Kita, sondern auch für den Bauhof.

Zwar war die SPD an den Grundstücksverhandlungen beteiligt, in der Gemeindevertretung stimmten sie mit dem ehemaligen FPD-Vertreter aber für das Edeka-Grundstück. Argument: Es gebe einen B-Plan und man könne sofort loslegen, während man die andere Fläche erst noch kaufen müsse. Für den Standort des überfüllten Kindergartens gab es in der Sitzung dann aber auch keine Mehrheit mehr, so dass der Schlamassel perfekt war.

Die Feuerwehr favorisiert den Standort an der Sporthalle. Auch die Unfallkasse hat sich mit einer Bauverzögerung einverstanden erklärt, weil der Standort besser geeignet sei. Schützenhilfe hat sich Gemeindewehrführer Holger Wollmer auch beim Kreis Stormarn geholt, der die Feuerwehrfachaufsicht wahrnimmt.

„Wir haben grob analysiert, ob die Beurteilung des Wehrführers fachlich korrekt ist, und das ist sie“, sagt Jörg Reimann. Von Edeka aus sei die Hilfsfrist für Siek zwar einzuhalten, „aber wenn man in 80 Prozent der Fälle den Brandort in 7,5 statt in 9,5 Minuten erreichen kann, sollte man das tun“, so Reimann. Die errechneten Zahlen berücksichtigen nicht die morgendlichen und abendlichen Rückstaus vom Gewerbegebiet. „Es muss ja nicht nur das Feuerwehrfahrzeug mit Blaulicht vom Hof fahren. Die Kameraden müssen erst mal zur Wache kommen“, so Reimann.

Und für alle Gebäude in Meilsdorf sei der Standort Edeka ohenhin zu weit weg. „Man kann sich natürlich darauf zurückziehen, dass es zwei Ortswehren gibt“, sagt Reimann, allerdings sei die Tagesverfügbarkeit bei der Meilsdorfer Ortswehr mit nur vier Atemschutzträgern nicht gegeben: Zwischen 6 und 18 Uhr wird Siek schon heute automatisch mitalarmiert.

Das Schreiben des Kreises ging an Amtsleiterin Susanne Kuplich, Bürgermeister Arnold Trenner und die Feuerwehr-Unfallkasse. „Wir sind die Aufsichtsbehörde für die Feuerwehr und können der Gemeinde nichts vorschreiben“, so Reimann, „die Gemeindevertreter entscheiden allein, aber sich müssen sich grundsätzlich an die fachlichen Vorgaben der Wehrführung halten.“

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erstellt am 26.Aug.2016 | 13:08 Uhr

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