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Stormarner Tageblatt

25. September 2016 | 09:09 Uhr

Rümpel : Feuerdrama auf Gut Höltenklinken

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Flammen zerstören den Dachstuhl komplett. Zwei Polizisten werden leicht verletzt. Eine Bewohnerin muss mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

Schock in den Morgenstunden. Gegen sechs Uhr wurden Beamte des Polizeireviers Bad Oldesloe alarmiert, das Flammen aus dem Dachstuhl des Guts Höltenklingen bei Rümpel schlagen. Zwei Polizisten waren dann auch als erste vor Ort und stellten fest, dass tatsächlich ein größeres Feuer ausgebrochen war. Die Bewohner – drei Frauen zwischen 50 und 95 Jahren sowie zwei Männer – hatten sich bereits gegenseitig aus dem Haus retten können.

Die beiden Polizisten wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Die 95-jährige Großmutter des Gutsbesitzers musste mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die alarmierte Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Brandbekämpfer aus Pölitz, Rümpel, Fischbek, Grabau und Bad Oldesloe konnten verhindern, dass das Gebäude komplett abbrannte.

Die Drehleiter der Oldesloer Wehr ermöglichte den Angriff auf die Flammen von oben. „Der Dachstuhl ist allerdings komplett ausgebrannt, außerdem entstand im Rest des Gebäude ein erheblicher Wasserschaden durch die Löscharbeiten“, berichtete Christian Rieken, stellvertretender Kreiswehrführer. „Die Kameraden haben alles gegeben und sind an ihre Grenzen gegangen. Wir haben versucht, zu retten, was zu retten war“, so Rieken.

Ob das Gebäude renoviert werden könne oder quasi ein Totalschaden vorliegt, konnte und wollte er nicht einschätzen. „Es ist definitiv ein großer Schaden, aber das ist zum Glück nicht unsere Aufgabe, das jetzt zu entscheiden“, so Rieken. Zur genauen Ursache des Großfeuers konnte die Kriminalpolizei gestern noch keine Angaben machen. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung liegen aber nicht vor“, betonte Polizeisprecherin Kathrin Bertelsen.

Nach Großbränden in Nütscheu und Vinzier war es der dritte Einsatz in dieser Größenordnung in den vergangenen Wochen für die Oldesloer Feuerwehr. „Das geht natürlich vor allem bei den Temperaturen auch irgendwann richtig an die Substanz. Hoffen wir mal, dass das jetzt nicht die nächste Zeit so weitergeht“, sagte ein sichtlich erschöpfter Oldesloer Gemeindewehrführer Olaf Klaus am Rande der Löscharbeiten.

Das Herrenhaus mit seinem 34 Meter hohen Turm steht unter Denkmalschutz. Es wirkt wegen seines Rennaissance-Stils etwas älter als es ist. Es wurde in seiner aktuellen Form im Jahr 1906 erbaut.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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