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Stormarner Tageblatt

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Fehltage: Stormarner sind am seltensten krank

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse / Daten von knapp 207 000 Versicherten ausgewertet

Mit nur durchschnittlich 15,9 Fehltagen waren die Erwerbspersonen im Kreis Stormarn im vergangenen Jahr am seltensten krankgeschrieben. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) in Schleswig-Holstein hervor, der jetzt um lokale Daten ergänzt wurde. Sie teilen sich den Rang gemeinsam mit Flensburg und den Kreisen Pinneberg sowie Rendsburg-Eckernförde.

Im Vergleich zu den Nachbarn in Lübeck (16,9 Tage) und in den Kreisen Herzogtum Lauenburg (18,2 Tage) sowie Segeberg (17,3 Tage) gab es in Stormarn deutlich weniger Fehlzeiten aufgrund von Krankheit. Doch auch „wenn der Kreis im Landesvergleich gut abschneidet und der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Tage sehr gering ist, sollte der Wert durchaus kritisch betrachtet werden“, meint Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der TK in Schleswig-Holstein. Denn in fast allen Regionen wird seit Jahren ein Anstieg der Fehltage verzeichnet.

Nur Neumünster und Flensburg konnten einen leichten Rückgang verzeichnen. „Betriebliches Gesundheitsmanagement wird mit Blick auf die steigenden Krankheitstage zunehmend wichtiger“, sagt Brunkhorst zur Entwicklung. „Die Anforderungen im Berufsalltag steigen stetig. Die Digitalisierung bringt zwar viel Erleichterung mit sich, gleichzeitig bekommen Mitarbeiter immer mehr Aufgaben. Das belastet viele, genauso wie die zunehmend schwieriger werdende Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“ Unternehmen sollten daher die Gesundheit ihre Mitarbeiter aktiv fördern. Brunkhorst: „Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern auch darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben. Dabei geht es um viel mehr als ergonomische Arbeitsplätze. Es geht um gute Strukturen und darum, die Mitarbeiter einzubeziehen und vor allem um Wertschätzung.“

Zu den Hauptursachen für eine Arbeitsunfähigkeit zählten im vergangenen Jahr Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, psychische Probleme sowie akute Infekte der oberen Atemwege.

>Hintergrund: Für den Gesundheitsreport 2016 wertet die Techniker Krankenkasse die Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen der 4,6 Millionen bei der TK versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. In die schleswig-holsteinische Auswertung flossen somit die Auswertungen von 206  903 Versicherten.

>Der Gesundheitsreport 2016

der TK Schleswig-Holstein steht im Internet zum Download unter www.tk.de unter dem Webcode 13710 zur Verfügung.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 10:22 Uhr

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