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Gedrucktes im Kub : Erste Buchmesse in Bad Oldesloe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ausstellung, Krimi-Nacht, Lesungen und Fantasy-Welten im Kub: „Es wird bunt und aufregend“ versprechen die Organisatoren der „Book Oldesloe“.

Cornelia Zurawczak lacht und sagt: „Das wird alles, nur ganz bestimmt nicht langweilig.“ Ihre Mitstreiter, Buchexpertin Ilona Rehme, Manuela Eller vom Veranstaltungsmanagement der Stadt Bad Oldesloe und ihr schreibender Sohn Sascha, nicken eifrig. Gemeinsam mit Kulturmanagerin Inken Kautter haben Sie die erste „Book Oldesloe“ auf den Weg gebracht, eine Buchausstellung mit Kriminacht.

Die Hoffnung, dass das Kultur- und Bildungszentrum nach seiner Eröffnung neue Formate in der Kreisstadt entstehen lassen wird, hat sich damit ein weiteres Mal bestätigt. „Ohne das Kub hätten wir sicherlich nicht die Räumlichkeiten gefunden, um so ein Projekt anzugehen“, ist sich Rehme sicher. „Die Idee entstand vor einem Jahr bei den Kulturstammtischen, die Frau Kautter durchgeführt hatte“, verrät Cornelia Zurawczak, die die Unterstützung ihres Autoren-Sohnes als „mein größtes Hobby“ bezeichnet.

Sascha, der bereits eine Triologie im Selbstverlag veröffentlichte und im vergangenen Jahr einen ersten Roman über einen offiziellen Verlag auf den Markt bringen konnte, ist ebenfalls Feuer und Flamme für das Event, das am 22. und 23. April im Kub stattfinden soll. „Autoren möchten Orte haben, wo man ihnen zuhört. Doch wir wollen auch ein Programm bieten, für alle die, die vielleicht bisher noch nicht lesen oder Bücher schreiben. Vielleicht können wir sie mit unserer Veranstaltung neugierig machen und zum Besseren bekehren“, sagt der 25-jährige Oldesloer, der neben seiner Autorentätigkeit gerade eine Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer absolviert.

„Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass alle Mitwirkenden aus der Region kommen oder einen Bezug zu ihr haben“, erklärt seine Mutter. 25 Schreibende zwischen 25 und 70 Jahren sind dabei zusammengekommen. „Wir haben das in der Community gestreut und schon ist das über das Netzwerk enorm schnell verbreitet worden“, freut sich Sascha Zurawczak. Man sei regelrecht überrascht gewesen von dem großen Interesse. „Wir waren als Kulturabteilung auch sofort begeistert von der Idee und freuen uns, dass die Resonanz unter den Autoren bereits so gut ist“, fügt Eller an. Los geht es am Sonnabend, 22. April, mit einer Kriminacht von 17.30 bis ungefähr 22 Uhr. Mit dabei sind dann als Vertreter der schreibenden Zunft Cord Buch, Kim Rylee, Klaus E. Spieldenner, Walter M. Dobrow, Lena Johannsen, Vincent Voss, Antonia Fehrenbach, Frank Friedrichs und Hardy Pundt. Für Musik in den beiden Pausen sorgt das bekannte Oldesloer Akustik-Duo „Henning&Henning“. „Sie werden kriminelle Musik spielen, haben sie versprochen“, lacht Rehme.

Ein besonderes Augenmerk liegt am zweiten Tag auf Fantasy-Romanen, doch auch Belletristik, Autobiografie und Lyrik sind dabei. Zusätzlich werden Rollenspieler ihre „Table Tops“ präsentieren. Dort werden ganze Fantasiewelten auf Tischen aufgebaut und epische Schlachten durchgespielt. „Manche der Fantasy-Autoren kommen wohl auch in Gewandung. Es wird bunt und aufregend“, so Cornelia Zurawczak. „Wir zahlen keine Gagen und dafür müssen die Schreibenden auch keine Standgebühren zahlen. So entwickelt sich sozusagen ein Tausch: Sie dürfen ihre Bücher bewerben und verkaufen. Wir haben nicht so hohe Gagenkosten, die wir nicht stemmen könnten“, erklärt Rehme. Ob es eine einmalige Veranstaltung bleibt oder zu einer Reihe wird, steht noch nicht fest. „Das Konzept lässt beides zu. Jedes Jahr wäre vielleicht zu häufig. Aber wir werden schauen, wie es läuft“, so Rehme. Mit dem Kub sei ein wichtiger Ort für Literatur in Bad Oldesloe entstanden und damit eine Lücke geschlossen worden, sind sich die Organisatoren einig. „Bisher gab es so einen Ort für solche Veranstaltungen hier nicht. Daher freuen wir uns umso mehr“, so Cornelia Zurawczak.

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Der Eintritt für die Krimnacht beträgt 3,50 Euro. Der Eintritt am Sonntag ist frei. Für das leibliche Wohl sorgt „dasCafé“ im Kub-Foyer.


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erstellt am 12.Apr.2017 | 06:00 Uhr

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