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Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 10:42 Uhr

Bargteheide : Emil-Nolde-Schule: Mit Smartboard und Kreidetafel

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Emil-Nolde-Schule ist als Modellschule für digitales Lernen ausgewählt worden. Das schaute sich die Bildungsministerin jetzt mal genauer an.

Eine von 20 ausgezeichneten Modellschulen für digitales Lernen ist die Emil-Nolde-Schule. Die Bargteheider Schule ist eine der drei Gewinner-Grundschulen und sei eine Vorreiterin, von deren Erfahrungen andere profitieren, sagt Bildungsministerin Britta Ernst bei einem Besuch.

Seit sieben Jahren steht Programmieren auf dem Stundenplan. Dafür nutzt die Schule ein Lego-System mit einer intuitiv bedienbaren Software. Bewegungs-Sensoren steuern die die Lego-Modelle, so dass etwa ein Vogel mit den Flügeln schlägt oder ein Krokodil das Maul aufsperrt. Solche Modelle werden im dritten und vierten Jahrgang in Zweier-Teams konstruiert.

Das Medienkonzept wurde zu Beginn mit Eigenmitteln aufgebaut. Ab der ersten Klasse gehört eine Wochenstunde dem digitalen Lernen. Die Fortschritte der 235 Kinder werden dokumentiert. Sie lernen auch, Referate und Projektarbeiten mit digitalen Medien zu erstellen. Traditionelle Medien gehören weiterhin zum Unterricht. So nimmt die Nolde-Schule auch am Projekt ZiSch teil, Zeitung in der Schule.

Auch die traditionelle Tafel gibt es noch, mittlerweile sind aber alle Klassen mit Smartboards ausgestattet, „Mit dem Preisgeld von etwa 6000 Euro konnten wir das Programm im vergangenen Jahr ausbauen“, sagt Medienbeauftragte Andrea Aust.

Begonnen wurde mit dem Projekt, als die Nolde-Schule zu einer reinen Grundschule wurde. „Jetzt sind wir eine vernetzte Referenz- und Hospitationsschule“, so Andrea Aust. Hier werden Fortbildungen für andere Lehrkräfte organisiert.

„Wir versuchen, das Medienkonzept auf alle Schulen im Land zu übertragen“, so Britta Ernst. Jede Schule müsse aber ihren eigenen Weg finden. 300  000 Euro wurden im Wettbewerb ausgelobt, für den sich 120 Schulen aller Art bewarben. Eine dauerhafte Unterstützung sei nicht möglich, das bleibe Aufgabe der Schulträger. „Ich kann mir aber eine weitere Impulsfinanzierung im kommenden Jahr vorstellen“, so die Ministerin. Wichtig sei zudem, die Schüler frühzeitig für Gefahren im Internet zu sensibilisieren. „Themen wie Cyber-Mobbing sind auch an Grundschulen schon aktuell.“

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