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Stormarner Tageblatt

03. Dezember 2016 | 05:43 Uhr

Bad Oldesloe : Einschreibung mit festlichem Rahmen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Stormarner Handwerksinnungen veranstalten eine gemeinsame Feier in der Stormarnhalle zum Beginn der Ausbildungszeit.

Dass Schulabschlüsse und Freisprechungen zelebriert werden, ist ja längst keine Besonderheit mehr. Gemeinsam wird zu solchen Anlässen mit Familie und den erfolgreichen Absolventen oder Gesellen im mehr oder weniger großen Rahmen gefeiert.

Auch bei Einschulungen gibt es entsprechende festliche Events. Doch was ist eigentlich mit dem Beginn der Ausbildungszeit im Handwerk? Gerade in dem Zweig der Wirtschaft, der sich Sorgen um eine ausreichende Anzahl qualifizierter Bewerber macht, ging jahrelang der Beginn der Ausbildung etwas unter. Im nun dritten Jahr bemühen sich die Handwerks-Innungen aus dem Kreis Stormarn den Beginn der Ausbildungszeit mit einer Einschreibungsfeier besser zu inszenieren und somit auch die Bedeutung dieses Schritts für die zumeist jungen Schulabgänger oder Umschüler zu betonen.

In der Stormarnhalle waren auch bei der dritten Auflage zahlreiche Ausbilder, Meister, Lehrer und natürlich die jungen Auszubildenden zusammengekommen. „Sie haben sich richtig entschieden. Wir wollen andere Ausbildungen nicht kleinreden oder etwas Schlechtes darin sehen, dass andere Menschen weiter zur Schule gehen wollen oder studieren. Aber wir wollen Ihnen gratulieren. Wenn Sie ihre Chancen nutzen, ist eine gute handwerkliche Ausbildung etwas, das Ihnen viele Türen öffnet“, sagte Kreishandwerksmeister Björn Felder.

Gleichzeitig schickte er auch kritische Worte hinterher. Denn er würde sich freuen, wenn Auftraggeber aus der Region noch häufiger auch auf die Unternehmen von vor Ort setzen würden: Denn damit fördern sie auch ganz direkt den Nachwuchs im Kreis. „Ich finde die Feier sehr gelungen und sehr festlich. Ich freue mich, dass ich hier heute so viele junge Stormarner sehe, die sich für das jeweilige Gewerbe interessieren und einen Ausbildungsplatz im Handwerk entschieden haben“, sagte Landrat Henning Görtz. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, gab Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer, den neuen Auszubildenden unter anderem mit auf den Weg und zeigte Verständnis für alle Eltern, die sich wünschen, dass aus dem Nachwuchs „mal was wird“.

Im Handwerk sei es auch heutzutage sehr gut möglich, diesen Wunsch der Eltern zu verwirklichen. Anschließend trugen sich die Auszubildenden symbolisch in das Buch der Innungen ein. Luisa Kummerfeld sorgte von der Bühne für Begleitmusik.

Kritische Töne waren am Rande der Veranstaltung zu vernehmen, dass es sehr schade sei, dass die Einschreibung nicht verpflichtend sei. Denn so mancher Auszubildender blieb dem Event fern.  

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erstellt am 28.Sep.2016 | 10:41 Uhr

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