zur Navigation springen

Stormarner Tageblatt

09. Dezember 2016 | 03:10 Uhr

Bad Oldesloe : Eine halbe Stelle für Gleichstellung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Grünen wollten eine ganze Stelle für die Gleichstellungsbeauftragte, ausgeschrieben wird aber nur eine halbe.

Auch die nächste Gleichstellungsbeauftragte des Kreises wird auf eine Halbtags-Stelle tätig sein. Der Kreistag lehnte den Antrag der Grünen für eine ganze Stelle mit deutlicher Mehrheit ab. Die Ausschreibung soll umgehend erfolgen, so dass die neue Gleichstellungsbeauftragte bereits in der Dezember-Sitzung bestellt werden kann.

Die bisherige Stelleninhaberin Birte Kruse-Gobrecht ist zur neuen Bargteheider Bürgermeisterin gewählt worden und hat ihr Amt vor kurzem angetreten. Sie war zwar als Gast zur Sitzung gekommen und erhielt einen Blumenstrauß von Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, den Jahresbericht für die Abgeordneten gab es aber nur schriftlich.

Grünen-Fraktionssprecherin Sabine Rautenberg sprang ein wenig in die Bresche. Die Aufgaben seien vielfältig, uns es gebe viel zu tun, warb sie für eine ganze Stelle für die neue Kreis-Beauftragte. Zudem würden ja alle Fraktionen wollen, dass sich mehr Frauen politisch engagieren und für die Parlamente kandidieren. Auch das sei eine Aufgabe, der bisherigen wie auch der künftigen Gleichstellungsbeauftragten.

Einer These, der CDU-Fraktionschef Joachim Wagner widersprach. „Die Gleichstellungsbeauftragte meint nur, für alles zuständig zu sein. Tatsächlich ist die Gleichstellung in der Kreisverwaltung ihre Aufgabe.“ Und da gibt es im höheren und gehobenen Dienst schon heute mehr Frauen als Männer. Deshalb sehe die CDU auch keinen Anlass für eine Aufstockung. Die würden die Grünen ohnehin jedes Jahr beantragen. Dann müsse man in den Haushaltsberatungen darüber reden und die Stelle erst im nächsten Jahr ausschreiben.

Auch die SPD sprach sich für die sofortige Ausschreibung aus, „auch wenn man bei den Grünen darüber wenig erfreut sein wird“, so Margot Sinning. Außerdem sei es richtig, dass die kommunalen Verbände prüfen wollte, ob die Landesregierung überhaupt zu dem versuchten Eingriff in die kommunale Selbstbestimmung berechtigt sei.

In einem Gesetzesentwurf, der nächstens Jahr in Kraft treten könnte, steht dass Gleichstellungsbeauftragte ganztags eingestellt werden müssen. Das Land habe aber bereits klargestellt, dass die neue Formulierung nur eine Klarstellung sei und halbe Stellen möglich blieben, wenn die Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt werde.

Für eine kurze Verwirrungsphase hatte noch Manuela Dämmrich (Grüne) gesorgt, die aus dem Gesetz eine Zuständigkeit der Gleichstellungsbeauftragten für alle Stormarner herauslas. Der Paragraph gelte nur für die Beauftragte des Landes, konnte Wolfgang Krause nach ein paar Minuten klarstellen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 25.Sep.2016 | 18:24 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen