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Stormarner Tageblatt

10. Dezember 2016 | 10:03 Uhr

Stormarn : Einblick in Künstlerwelten

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

53 Stormarner Künstler öffnen 27 Werkstätten und Ateliers bei der dritten Auflage von „Kunstorte Stormarn“

Künstler – eine Bezeichnung, die positiv oder negativ aufgeladen ist. Künstler werden für ihre Kreativität gelobt, ihren Mut bewundert, oft als Provokation angefeindet oder für eigenwilligen Charaktere gescholten. Doch was macht ein Künstler tatsächlich? Wie arbeitet der künstlerisch tätig Mensch?

Hunderte Interessierte nahmen am Wochenende das Angebot an, sich an 27 „Kunstorten“ – Wirkungsstätten von 53 Künstlern in Stormarn – genau anschauen zu dürfen. Zum dritten Mal hatte der Kreis Stormarn zu dieser besonderen zweitägigen Aktion eingeladen. Dieses Mal wurde das Jahresthema der Kreis-Kulturarbeit rund um die Natur mit aufgegriffen, indem sieben Kulturradtouren dafür sorgten, dass die Kunst-Tour quer durch Stormarn auch zur Rad-Tour werden konnte.

Dieses neue Angebot entstand in Zusammenarbeit mit dem Tourismusmanagement Stormarn. „Die Tourpläne und das Programmheft wurden im Internet schon sehr häufig heruntergeladen“, freute Kreiskulturreferentin Tanja Lüthje. „Vor allem auch aus dem Hamburger Bereich und dem gesamten Umland gab es hohes Interesse. Wir haben positives Feedback“, freute sich Rabea Stahl vom Tourismusmanagement. Doch die hohe Onlinenachfrage spiegelte sich nicht unbedingt in den Besucherzahlen einzelner Ateliers. Ein Umstand, der sich schon in den Vorjahren bei den ersten beiden Auflagen gezeigt hatte, ist, dass die Künstler zeitweise sehr geduldig warten müssen, bis der nächste Besuch die Türschwelle überschreitet. Manchmal kommen aber auch ganze Besuchergruppen in einem Schwung. „Das ist nicht schlimm. Wir freuen uns über alle, die kommen, denn so können wir unser Atelier und auch unser Kursangebot Menschen präsentieren, die es vielleicht noch gar nicht kannten“, erzählt Maria Müller Leinweber vom Ahrensburger Atelier „Mamülei“. Dort wurden zum Beispiel die neuen Textilworkshops vorgestellt.

Ein guter Anlaufpunkt war erneut das „Alte Stellwerk“ in Bargteheide, wo sich 16 Künstler des Kunstkreises präsentierten. Hier gab es auch die Gelegenheit selbst zu malen. Doch die meisten Besucher wollten lieber ein wenig gucken, als selbst künstlerisch tätig werden, stellte der Bargteheider Künstler Dietrich von Horn fest, der dann selbst zum Pinsel griff.

Eine interessante Erkenntnis deutet sich bereits beim Blick ins Programm an. Ahrensburg, Bargteheide und Trittau waren auch dieses Jahr wieder die Schwerpunkte. Entweder gibt es dort mehr Künstler oder sie öffnen ihre Ateliers lieber als die Kollegen im Nordkreis. Im eigentlich als „Künstlerdorf“ bekannten Barnitz, war dieses Mal zum Beispiel nur Thomas Helbing mit von der Partie. Der Südkreis scheint die Kunsthochburg zu sein.

Landrat Henning Görtz besuchte in seiner Heimatstadt Bargteheide die Ateliers von Tom Stellmacher und Lucia Schoop und zeigte sich beeindruckt. Stellmacher präsentierte seine Basteleien, die oft als eine Art Recycling entstehen, wie ein kleiner Tischkicker in einer leeren Schmierkäseverpackung.

Schoop zeigte Bilder ihrer Flüchtlingsserie und aktuelle Projekte, so wie ihre Pläne rund um Siebdruck in der selbst renovierten Werkstatt.„Ich finde, dass die Kunstorte eine tolle Idee sind und finde es großartig, dass so viele Künstler auch dieses Mal wieder ihre Türen geöffnet haben“, so Görtz.

 

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erstellt am 19.Sep.2016 | 06:00 Uhr

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