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Stormarner Tageblatt

19. April 2014 | 21:36 Uhr

- Ein Salz pfad soll in Oldesloe an die Badgeschichte erinnern

vom

Bad Oldesloe | Ein Salz pfad für die Kreisstadt ist ein Thema Projekt, mit dem sich der Vorstand von "Holsteins Herz" am Montag, 22. Oktober, im WAS-Gebäude am Bahnhof befasst. In der Sitzung um 17 Uhr im Raum F 22 geht es um die Projekte, die noch in der Förderperiode, die Ende 2013 ausläuft, auf den Weg gebracht werden sollen. Zu den Vorschlägen gehören neben dem Salzpfad mit Kosten von gut 41 000 Euro, die Imkerschule (17 200 Euro), und der barrierefreie Umbau des Heinrich-Wickel-Haus (knapp 160 000 Euro) in Bad Segeberg, ein Bibelgarten in Wahlstedt (17 200 Euro), die Begegnungsstätte Budörp hus in Leezen (gut 100 000 Euro) sowie die "Optimierung des Wanderwegenetzes im Naturpark Holsteinische Schweiz" (gut 100 000 Euro).

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"Weil wir mehr Anträge als Mittel haben, werden en Ranking machen", sagt Theo Siepmann, Geschäftsführer von Holsteins Herz. Dass die Sitzung in Bad Oldesloe ist, lässt darauf hoffen, dass es der Salzpfad im Ranking weit nach vorne schafft. Schließlich wurde die Entwicklung der Stadt maßgeblich von der Sole beeinflusst. Die Oldesloer wollten vom "weißen Gold" profitieren, Heinrich dem Löwen ließ die Salzquellen aber um 1150 zuschütten.

Immer wieder wurde versucht, die zugeschütteten Quellen wieder aufzuspüren und neue Bohrungen zu setzen. Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte Oldesloe unter Dr. med. Friedrich August Lorentzen seine Glanzzeit als Bade- und Kurort. 1813 kamen die ersten Kurgäste, Lorentzen erhielt eine Genehmigung für eine Spielbank sein Neffe vermittelte den Bau einer Pferderennbahn, die 1830 eröffnet wurde und mehr als 10 000 Zuschauer nach Oldesloe lockte, wo auch der König regelmäßig weilte. Ende der 30er Jahre ließ der Besuch von Badegästen aber merklich nach, die Rennbahn und das Kasino wurden geschlossen, die Saline 1865 abgerissen.

Bad wurde Oldesloe erst 1911, als sich das Aus als Kur- und Badeort abzeichnete. Kur- und Logierhaus, Musik- und Badepavillons sowie Gradier- und Pumpwerke wurden zwischen 1928 und 1938 abgerissen. Heute erinnern nur noch der Kurpark, einige Villen und der Zusatz Bad an diese Zeit.

Ein Salzpfad könnte die geschichtlich hochinteressanten Fakten Bürgern und Touristen näher bringen, die Hintergründe beleuchten und aufzeigen, welchen großen Einfluss das Salz auf die Stadtentwicklung hatte. An erhaltenen und ehemaligen Standorten sollen Infotafeln auf die Oldesloer Badgeschichte hinweisen. Möglich sind interaktive Elemente, um das Thema erlebbar zu machen, Fragen zu stellen oder in neue Themen einleiten. Stationen sind der Kurpark mit Tafeln am Salzteich, an der historischen Salzquelle an der Beste, die reaktiviert werden könnte, am ehemaligen Kurbads und Gradierwerks, an der Kornweizenmühle, wo das Wasserrad für die Saline stand, am Kirchberg , wo man auf die Saline, blicken konnte, auf der Hude (Solebrunnen), in der Lübecker Straße, wo damals ein Hafen war, sowie am Travewanderweg Richtung Sehmsdorf. Zum Salzpfad soll auch eine Broschüre erscheinen, deren Herstellung aber nicht förderfähig ist. Holsteins Herz würde maximal 18 800 Euro übernehmen.

von rob
erstellt am 20.Okt.2012 | 03:59 Uhr

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