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Stormarner Tageblatt

05. Dezember 2016 | 13:38 Uhr

Ahrensburg : Ein neues, kleines Badlantic

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ahrensburg fällt am Montag eine Grundsatzentscheidung zum Abriss der Schwimmhalle und Neubau eines kleineren Bades.

Im Hauptausschuss an diesem Montag (19.30 Uhr, Peter-Rantzau-Haus) soll die Grundsatzentscheidung über Abriss des Badlantic und einen Neubau fallen. Der Vorschlag der Verwaltung auf Basis einer gutachterlichen Stellungnahme ist eindeutig: Im Rathaus wird der Neubau eines verkleinerten Bades auf dem Badlantic-Gelände bevorzugt.

Die anderen Alternativen, über die die Politik abstimmt, sind die Sanierung des Badlantic oder ein Neubau an einem ganz anderen Standort. Die Netto-Baukosten für ein „bedarfsgerechtes Familien-, Sport- und Gesundheitsbad ohne besondere Zusatzangebote werden auf knapp zwölf Millionen Euro beziffert. Ein Neubau an einem anderen Standort käme minimal günstiger, dann gäbe es aber keine Sauna mehr. Die würde noch mal acht Millionen Euro kosten.

Von einer baulich-technischen Grundsanierung des Bades raten die Gutachter aus mehreren Gründen ab. Das Badlantic sei mit 5100 Quadratmeter n Bruttogeschossfläche und 25  000 Kubikmeter umbautem Raum dreifach überdimensioniert und könne auch nach einer Attraktivierung nicht mit anderen Freitzeitbädern in der Region konkurrieren. Die Kosten wären zwar mit dem Neubau eines kleineren Bades vergleichbar, aber weniger genau zu kalkulieren. Und vor allem: An den hohen Betriebskosten könnte auch eine Sanierung wenig ändern, weil dafür Größe und Energieeffizienz entscheidend seien. Eine Million Euro, fast zwei Drittel des jährlichen Defizits, ließen sich dadurch sparen, so die Gutachter. Zudem sei bei einem kleineren Bad auch weniger Personal vonnöten.

„Zurzeit haben wir 25 feste Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit“, sagt Kay Peter Thiede, gemeinsam mit Frank-Ulrich Heel Geschäftsführer des Badlantic. Weiterer Vorteil eines Neubaus gegenüber einer Renovierung: Das Bad müsste nicht anderthalb Jahre geschlossen werden.

Das neue, mit 3000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche deutlich kleinere Bad mit einem Sport- und drei kleineren Becken soll zwischen dem Freibad und der Cottage-Sauna gebaut werden, die ebenfalls erweitert und attraktiviert werden soll. Die Neubauten wären inklusive Außenbecken und 150 Parkplätzen auf 6000 Quadratmeter möglich. Rund 14  000 qm könnten nach Abriss des Badlantic so als Bauland verkauft werden, der Erlös mit in die Finanzierung einfließen.

Grundstück und Badlantic befinden sich im Eigentum der Stadt und stehen mit einem Restwert von 2,83 Millionen Euro im Haushalt. Die Technik gehört zum Anlagenvermögen der Betriebsgesellschaft BBG, die seit 2015 ebenfalls wieder allein bei der Stadt ist, und wird wertmäßig auf knapp 1,1 Millionen Euro beziffert. Bei einem Abriss würden die Restwerte abgeschrieben und die Jahresabschlüsse von Stadt und BBG belasten.

Die Betriebsgesellschaft wird Bauherr für das neue Bad sein, da sie anders als die Stadt vorsteuerabzugsberechtigt ist. Um die Kredite aufnehmen zu können, wird allerdings zumindest eine Bürgschaft der Stadt notwendig sein. Sollte alles so laufen wie geplant, könnte im Herbst 2018 mit dem Neubau gestartet werden. Eine Fertigstellung wäre dann Ende 2020 möglich.

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erstellt am 07.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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